Stadt Leverkusen: Hitze und aktuelle Auswirkungen
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt in den nächsten Tagen vor extremer Hitze. Laut den derzeitigen Wetterprognosen werden am Samstag, 27. Juni 2026, Temperaturen von bis zu 38 Grad erwartet. An diesem Tag sollten vor dem Wiesdorfer Rathaus und in der Fußgängerzone eigentlich der 4. Leverkusener Gesundheitstag und der 3. Tag der Inklusion stattfinden. Zum Gesundheitsschutz der Teilnehmenden und der Besucherinnen und Besucher wird der Tag der Inklusion abgesagt, der Leverkusener Gesundheitstag findet in einer reduzierten Form statt (wie berichtet!).
Praktischer Hitzeschutz
Angesichts der hohen Temperaturen wird in der Fußgängerzone, in Höhe Funkenplatz/Peek & Cloppenburg, praktischer Hitzeschutz geboten: Ausreichend zu trinken, ist in diesen Tagen äußerst wichtig: Das Deutsche Rote Kreuz wird daher kostenlos Trinkwasser ausgeben. Der Malteser Hilfsdienst informiert, wie man sich bei Hitze richtig verhält. Auch das Leverkusener Gesundheitsamt ist vor Ort und gibt ebenfalls Tipps im Umgang mit extremen Temperaturen.
Die Feuerwehr Leverkusen wird bereits am Freitag, 26. Juni 2026, zwischen 14 und 18 Uhr, sowie am Samstag, 27. Juni, von 10.30 Uhr bis 14 Uhr, mit einer Berieselungsanlage eine „Kälteinsel“ schaffen und für etwas Abkühlung sorgen.
Zusätzlich bietet die Stadt Leverkusen einen kühlen Ort in der Wiesdorfer City an: Im Service-Point Integration in den Wiesdorfer Luminaden besteht die Möglichkeit, sich auszuruhen und kurz zu verschnaufen: am Donnerstag von 13 bis 16.30 Uhr, am Freitag von 11 bis 15 Uhr und am Samstag von 11 bis 14 Uhr.
„In den letzten Tagen hat es bereits Temperaturen über 30 Grad gegeben und der Höhepunkt der Hitzewelle liegt erst noch vor uns“, erklärt Alexander Lünenbach, Beigeordneter für Bürger, Umwelt und Soziales. „Für den Körper bedeuten diese Temperaturen eine hohe Belastung – passen Sie daher Ihr Verhalten der Hitze entsprechend an und achten Sie auch auf andere Menschen in Ihrem Umfeld“, appelliert Lünenbach.
Stadt Leverkusen informiert zum Hitzeschutz
Ab sofort ist auch das städtische Hitzetelefon bis Samstag, 27. Juni 2026, in der Zeit von 9 bis 17 Uhr freigeschaltet: Unter Tel. 0214/406-33333 erhalten Bürgerinnen und Bürger individuelle Verhaltenstipps und Informationen zu den Auswirkungen auf die Gesundheit.
Auf unterschiedlichen Kanälen sensibilisiert die Stadt Leverkusen zum Thema Hitzeschutz. Auf der städtischen Homepage gibt es eine Informationsplattform zum Thema Hitzeschutz. Dort finden sich allgemeine Tipps zum Thema Hitze für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen, Hitze-Tipps in verschiedenen Sprachen sowie eine Zusammenstellung „Kühler Orte“ und Refill-Stationen, an denen man Trinkflaschen kostenlos mit Wasser befüllen kann. Mit der kostenlosen Hitzeknigge-Broschüre gibt es Hitzeschutz-Tipps auch in gedruckter Form. Über die städtischen Social Media-Kanäle wird ebenfalls entsprechend informiert.
Richtiges Verhalten an heißen Tagen
- Morgens und abends querlüften, sonst Fenster geschlossen halten und beschatten
- Auf ausreichende Trinkmenge achten
- Lebensmittel mit hohem Flüssigkeitsgehalt zu sich nehmen, wie Gurken und Tomaten
- Leitungswasser kann unbedenklich getrunken werden, das Beschaffen von Wasserflaschen ist nicht notwendig.
- Kalt duschen oder Abkühlen mit feuchten Tüchern
- Nach dem Nachbarn schauen, für ältere Nachbarn einkaufen gehen
- Keine Kleinkinder oder Haustiere in Autos zurücklassen – auch nicht für wenige Minuten!
Vulnerable Gruppen im Blick
Der Fachbereich Soziales hat über die App „Gut versorgt in Leverkusen“ bereits zu Hitzewarnungen per Push-Nachrichten informiert und wird dies auch in den kommenden Tagen wiederholen. Die Pflegedienste und Heime werden entsprechend sensibilisiert. Der Tagestreff der Caritas Leverkusen verteilt Wasser und Sonnenschutz an Wohnungslose. Das Personal in den Flüchtlings-Gemeinschaftsunterkünfte wurde sensibilisiert und mehrsprachige Informationen ausgehängt.
Im Wasser lauern Gefahren
Bei solch hohen Temperaturen scheint der Sprung ins kühle Nass Abkühlung zu versprechen. Allerdings können hier auch Gefahren lauern. Daher hier einige wichtige Empfehlungen:
- Langsam ins Wasser gehen: Der Temperaturunterschied zwischen kaltem Wasser und heißer Luft kann zu Kreislaufproblemen bis hin zur Bewusstlosigkeit führen. Insbesondere in natürlichen Gewässern können die Temperaturunterschiede im See bei Sprüngen ins Wasser diesen Effekt noch verstärken.
„Daher kühlen Sie sich immer langsam ab, bevor Sie ins Wasser gehen und springen Sie nicht einfach hinein“, rät Mirja Stevens, Leiterin des Leverkusener Gesundheitsamtes. Zudem können Strömungen und das plötzliche Abfallen des Ufers für Nichtschwimmer und Ungeübte sehr gefährlich werden.
In Leverkusen sind der Hitdorfer See und der Silbersee als Badeseen zugelassen, das Baden im Rhein ist generell verboten.
Bericht: Stadt Leverkusen, Symbolfoto mit KI bearbeitet, Bearbeitung anzeiger24.de: BL
Weitere Nachrichten aus Leverkusen gibt es unter www.anzeiger24.de/leverkusen/news/
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