Stadt Leverkusen hat Krisenstab wegen anhaltender Hitze einberufen

Die Einsatzzahlen der Rettungskräfte, Feuerwehr und Krankenhäuser sind am Wochenende massiv gestiegen. Aus diesem Grund ist der Krisenstab der Stadt Leverkusen unter der Leitung des Gesundheitsdezernenten Alexander Lünenbach alarmiert worden, um die Lage rund um das Thema im Blick zu behalten.

 

Die Stadt Leverkusen ruft aktuell aufgrund der schon langanhaltenden Hitze und der tropischen Nächte zu gegenseitiger Unterstützung und generell zu Vorsicht auf. Der menschliche Körper ist durch die langanhaltende Hitze sehr belastet und kann auch nachts durch die sehr heißen Nächte nicht gut abkühlen. Diese Belastung zeigt sich ebenfalls in den gestiegenen Einsatzzahlen. 

 

 

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Hitzetelefons der Stadt Leverkusen

Die Besetzung des Hitzetelefons der Stadt Leverkusen ist nach der geplanten Erreichbarkeit am Samstag (27. Juni 2026.) bis 17 Uhr durchgängig über die Nacht bis Sonntagabend (28. Juni) 19.Uhr verlängert worden. Unter der Rufnummer 0214 – 7505 512 erreichen Leverkusenerinnen und Leverkusener geschultes Personal, die entsprechend informieren können. 

 

Zudem richtet die Stadt Leverkusen einen Appell an alle Bürgerinnen und Bürger, vor allem ältere und kranke Menschen – die sogenannte vulnerable Gruppe – im Blick zu behalten. Der persönliche Kontakt – auch aus der Nachbarschaft heraus – steht dabei im Vordergrund. 

 

Außerdem bittet die Stadt bei kleineren medizinischen Fällen den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter er Rufnummer 116117 anzurufen. Die Telefonnummer funktioniert ohne Vorwahl. Bei dieser Telefonnummer können ggfs. längere Wartezeiten am Telefon entstehen. Dennoch entlastet dies die Notfallnummern des Rettungsdienstes sowie die Krankenhäuser in der Stadt. Selbstverständlich sind die Notrufnummer 112 für Notfälle sowie die Notfallambulanzen der Krankenhäuser zuständig und erreichbar. 

 

Die Stadt dankt allen Bürgerinnen und Bürgern für ihre Unterstützung und ihr verantwortungsbewusstes Handeln. 

 

Krisenstab der Stadt Leverkusen

Der Krisenstab der Stadt Leverkusen ist am Samstag um 16.30 Uhr alarmiert worden und ist derzeit noch aktiv. (Stand: Sonntag, 28. Juni 2026, 12 Uhr).

 

Der Krisenstab der Stadt Leverkusen kommt immer dann zusammen, wenn ein außergewöhnliches Ereignis eintritt, das unmittelbare Auswirkungen auf die Bevölkerung hat – etwa bei Naturereignissen, Großbränden oder technischen Störungen mit erheblicher Tragweite. Während die Feuerwehreinsatzleitung die Koordinierung der Einsatzkräfte sowie die akute Gefahrenabwehr übernimmt, ist es die Aufgabe des Krisenstabes, administrativ-organisatorische Entscheidungen gebündelt, schnell und koordiniert zu treffen.

 

Notwendig geworden ist die Alarmierung des Krisenstabs der Stadt Leverkusen, weil die Einsatzzahlen der Rettungskräfte, Feuerwehr und Krankenhäuser am Wochenende massiv gestiegen sind. Zudem kam es zu einer Überlastungssituation des St. Remigius Krankenhauses. 

 

Von Samstag (27. Juni) 7 Uhr bis Sonntag (28. Juni) 7 Uhr hat die Feuerwehr Leverkusen 153 Rettungsdiensteinsätze verzeichnet. Das sind deutlich mehr als die durchschnittlichen 50 bis 60 Einsätze. Zudem sind seit Samstagabend zusätzliche Krankentransport- und Rettungswagen mit jeweiliger personeller Besetzung in Betrieb genommen worden, und die Freiwillige Feuerwehr hat den unterstützenden Dienst aufgenommen.

 

Das St. Remigius Krankenhaus war Samstagnachmittag bis -abend ein weiterer Einsatzort der Feuerwehr Leverkusen. 

Durch die Anfahrten aus anderen Städten (sogenannten anderen Gebietskörperschaften) kam es zu Wartepositionen in der Notaufnahme. Die Feuerwehr Leverkusen war mit rund 30 Kräften vor Ort und hat mit Material – unter anderem Monitoren, Infusionen und Beatmungsgeräten – aus dem „Mobilen Krankenhaus“ unterstützt. Zudem wurde eine Station mithilfe der Hochleistungslüfter der Feuerwehr belüftet. Der unterstützende Einsatz der Feuerwehr war am Samstag (27. Juni) um 22.30 Uhr beendet.

 

Der Krisenstab hat des Weiteren seit Samstagnachmittag durchgängig mit den Altenheimen und anderen Betreuungseinrichtung in Leverkusen Kontakt gehalten, um über die Situation in den einzelnen Häusern informiert zu sein, um ggfs. Unterstützungen anbieten zu können oder Maßnahmen einleiten zu können. Die Situation in den Einrichtungen waren je nach Beschaffenheit der Gebäude herausfordernd, aber zu jeder Zeit unter Kontrolle. Als mögliches Backup wurde am Sonntagmorgen das klimatisierte Forum Leverkusen in Betrieb genommen. Vorsorglich wurden im Terrassensaal Notfallbetten aufgestellt, um auf eine mögliche Entlastung für Altenheime und andere Betreuungseinrichtungen vorbereitet zu sein. Mit Stand Sonntag, 28. Juni, 11.30 Uhr wurde davon kein Gebrauch gemacht.

 

„Kühle Orte“

Für die Allgemeinheit sind zwei „Kühle Orte“ im Stadtgebiet geschaffen worden. Für Menschen, die dringend eine Abkühlung benötigen, gibt es Sonntag (28. Juni) – vorerst bis zum Abend – zwei “kühle Orte”. Dies ist ein Angebot, dass z. B. Familien mit kleinen Kindern oder ältere Menschen nutzen können.

 

Die „kühlen Orte“ sind:

  • Zentrale der AVEA
    • Adresse: Im Eisholz 3, 51373 Leverkusen
    • geöffnet bis Sonntag (28. Juni) vorerst 19 Uhr
    • Hier stehen städtische Mitarbeitende, Ansprechpartner des Deutschen Roten Kreuzes und des Malteser Hilfsdienstes zur Verfügung.
  • Bayer Kasino
    • Adresse: Kaiser-Wilhelm-Allee 3, 51373 Leverkusen
    • Das Angebot der Bayer AG hat bis Sonntag (28. Juni) 20 Uhr geöffnet.
    • Es wird kostenlos Wasser ausgegeben.
    • Hunde oder Katzen können leider nicht mit ins Kasino, aber auf der LÖWEN-Terrasse finden sie ein schattiges Plätzchen unter Schirmen.

 

Der Kleidungsstil ist für die Nutzung des “kühlen Ortes” nicht relevant!

 

Dank an alle helfenden Menschen und Organisationen

Der Leiter des Krisenstabs, Gesundheitsdezernent Alexander Lünenbach, bedankt sich ausdrücklich bei den städtischen Mitarbeitenden aus den verschiedenen Fachbereichen, die im Krisenstab und an den „kühlen Orten“ im Einsatz sind, sowie der AVEA, der JOB Service Beschäftigungsförderung Leverkusen, der Bayer AG sowie den Hilfsorganisationen – insbesondere dem Malteser Hilfsdienst, dem Deutschen Roten Kreuz und den Freiwilligen Feuerwehren in Leverkusen – für ihre zeitnahe und personenstarke Unterstützung.

 

Bericht: Stadt Leverkusen, Bearbeitung anzeiger24.de: BL

 

 

 

 

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