SPD fordert klare Finanzierungszusagen von Land und Bund nach Olympiavotum

Nach dem Bürgerentscheid sieht die Leverkusener SPD Fraktion nun vor allem Land und Bund in der Verantwortung, die Voraussetzungen für eine verlässliche Umsetzung zu schaffen.

 

Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Leverkusen bewertet den Ausgang des Bürgerentscheids zur Olympiabewerbung KölnRheinRuhr als klares politisches Signal. 62,7 Prozent der Abstimmenden sprachen sich für eine Unterstützung aus. Aus Sicht der SPD ist dieses Ergebnis ein Auftrag, die weiteren Schritte verantwortungsvoll umzusetzen.

  

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Paul-Leander Schmidt, sportpolitischer Sprecher der Fraktion, sagt: „Für die Sportstadt Leverkusen ist diese Entscheidung eine wichtige Bestätigung. Jetzt kommt es darauf an, den Breitensport und die vielen Vereine vor Ort mitzunehmen und nachhaltig zu stärken.“

 

Die SPD hatte die Bewerbung des Landes Nordrhein-Westfalen bereits im Vorfeld unterstützt mit Leverkusen als möglichen Spielort für Fußballturniere. Mit dem Votum der Bürgerschaft sieht sich die Fraktion in diesem Kurs bestätigt und verweist zugleich auf hohe Erwartungen an eine verlässliche und nachhaltige Umsetzung.

 

Im Mittelpunkt der Forderungen steht nun die Finanzierung. Nach Auffassung der SPD müssen vor allem das Land Nordrhein-Westfalen und der Bund verbindliche Rahmenbedingungen schaffen und Investitionen in Infrastruktur, Sportstätten, Verkehr und Barrierefreiheit absichern. Die Fraktion verweist darauf, dass viele Kommunen – auch Leverkusenunter angespannten Haushaltslagen stehen und zusätzliche Belastungen nur begrenzt tragen können. Förderprogramme, die hohe Eigenanteile voraussetzen, hält sie daher für nicht praktikabel.

 

Max Haacke erklärt: „Das Land muss jetzt liefern. Förderprogramme dürfen nicht daran scheitern, dass Kommunen wie Leverkusen die Eigenanteile nicht stemmen können. Wenn die Bewerbung ein Erfolg werden soll, braucht es eine Finanzierung, die die tatsächliche Lage vor Ort berücksichtigt.“

 

Jonas Berghaus ergänzt: „Die Zustimmung der Bürgerinnen und Bürger ist auch ein klarer Auftrag an das Land Nordrhein-Westfalen und den Bund. Es geht jetzt darum, Investitionen vollständig abzusichern und die Kommunen so auszustatten, dass Projekte nicht an fehlenden Mitteln scheitern.“

 

Auch mit Blick auf die Stadt selbst betont die SPD, dass mögliche Maßnahmen einen langfristigen Nutzen bringen müssen. Fraktionsvorsitzender Dirk Löb sagt: „Für uns ist wichtig, dass Leverkusen am Ende nicht übermäßig belastet wird und Investitionen einen konkreten Nutzen für die Menschen in unserer Stadt haben.“

 

Grundsätzlich sieht die SPD in der Olympiabewerbung eine Chance für Leverkusen, insbesondere dann, wenn Investitionen gebündelt und nachhaltig eingesetzt werden. Die Fraktion verbindet damit Erwartungen an Impulse für Infrastruktur, gesellschaftliche Teilhabe und Stadtentwicklung.

 

Den weiteren Prozess will die SPD nach eigenen Angaben kritisch und konstruktiv begleiten. Die Bewerbung dürfe kein Selbstzweck sein, sondern müsse zu einer sozial gerechten, nachhaltigen und finanzierbaren Entwicklung beitragen. 

 

Quelle: SPD Leverkusen, Bearbeitung anzeiger24.de: BL

 

 

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