Sicherer über die Straße: Neue Schutzblinker am Berliner Platz installiert
Nach tragischem Unfall: Stadt Leverkusen setzt Sofortmaßnahmen um
Seit Mittwochvormittag sorgen neue Fußgängerschutzblinker am Kreisverkehr Berliner Platz für mehr Sicherheit. Die orange-blinkenden Leuchten wurden als Sofortmaßnahme nach dem tragischen Unfalltod eines elfjährigen Mädchens am 30. Januar 2025 installiert.
Bereits in der vergangenen Woche kündigte die Stadt die Maßnahme an, um die Sicherheit am Kreisverkehr zu verbessern. Die Schutzblinker sollen Autofahrer zusätzlich darauf aufmerksam machen, dass hier Fußgänger kreuzen. Insgesamt wurden rund ein Dutzend Blinker an den Überwegen montiert.
Unfallkommission berät weitere Maßnahmen
Noch am selben Tag kam die Unfallkommission zusammen, um weitere Sicherheitsmaßnahmen zu prüfen. Das Gremium setzt sich aus Experten der Stadtverwaltung, der Polizei, des Landesbetriebs Straßen NRW und der Bezirksregierung Köln zusammen. Ziel ist es, den Verkehr am Berliner Platz langfristig sicherer zu gestalten.
Zugleich wurden verwaltungsintern geschwindigkeitsbegrenzende Maßnahmen wie der Einbau von „Kölner Tellern“, die Einführung von Tempo 30 und ergänzende Beschilderung zur Erhöhung der Sichtbarkeit besprochen.
Als bauliche Maßnahme ist zudem der Umbau des Kreisverkehrs durch die Aufhebung der Zweispurigkeit zugunsten der Sicherheit für Fuß- und Radverkehr erneut zu bewerten.
Ermittlungen gegen Transporter-Fahrer laufen
Parallel zu den Maßnahmen der Stadt hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen den 25-jährigen Fahrer des Kleintransporters aufgenommen, der in den Unfall verwickelt war. Es besteht der Verdacht der fahrlässigen Tötung.
Die Stadt Leverkusen will in den kommenden Wochen weitere Schritte prüfen, um die Sicherheit an Kreisverkehren zu verbessern. Welche konkreten Maßnahmen folgen, dürfte nach der Analyse der Unfallkommission entschieden werden.
Quelle: RP/Stadt Leverkusen
Fotos: Archiv anzeiger24.de / Pixabay
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