Schulentwicklung in Leverkusen: Stadt plant Zusammenlegung und Umzug
Die Stadt Leverkusen treibt die Weiterentwicklung ihrer Schulen weiter voran mit dem Ziel, gute Lernbedingungen zu sichern und ausreichend Schulplätze bereitzustellen. Dazu bringt die Stadtverwaltung nun eine Vorlage zur Schulentwicklungsplanung in den Stadtrat ein. Im Mittelpunkt stehen die Käthe-Kollwitz-Gesamtschule und die Förderschule an der Wupper.
Käthe-Kollwitz-Schule soll an einem Standort zusammengeführt werden
Die Käthe-Kollwitz-Gesamtschule ist seit vielen Jahren auf zwei Standorte verteilt. Die Klassen 5 und 6 lernen an der Elbestraße, alle anderen Jahrgänge an der Deichtorstraße. Aus pädagogischer Sicht soll sich das ändern. Schulleitung und Bezirksregierung Köln halten es für notwendig, die Schule an einem Standort zu bündeln.
Eine Zusammenlegung erleichtert unter anderem das jahrgangsübergreifende Lernen und stärkt das Gemeinschaftsgefühl. Auch organisatorische Probleme für Familien mit Kindern an beiden Standorten sollen so entfallen. Möglich wird das Vorhaben auch durch das Förderprogramm Startchancen von Bund und Land NRW, das bis 2034 läuft.
Geplant ist, den Standort Deichtorstraße baulich zu erweitern. Die Stadt will sofort mit den Planungen für einen Neubau beginnen. Übergangsweise sollen die bestehenden Container ab Anfang 2026 ertüchtigt und ab Sommer oder Herbst 2026 ein weiterer Container aufgestellt werden. Die Zusammenführung der Schule ist für das Schuljahr 2026/27 vorgesehen. Nach Fertigstellung des Erweiterungsbaus sollen die Container wieder abgebaut werden.
Förderschule an der Wupper zieht um
Auch für die Förderschule an der Wupper plant die Stadt eine große Veränderung. Das Schulgebäude an der Haus-Vorster-Straße ist stark sanierungsbedürftig. Eine Sanierung gilt als unwirtschaftlich. Zudem herrscht dort seit Längerem Platzmangel, weshalb bereits im Sommer 2025 Containerklassen aufgestellt wurden.
Ab dem Schuljahr 2026/27 haben auch Kinder an Förderschulen Anspruch auf einen Platz im Offenen Ganztag. Um diesen Anspruch erfüllen zu können, soll die Schule an der Wupper an die Elbestraße umziehen. Dort werden Räume frei, sobald die Käthe-Kollwitz-Schule vollständig an die Deichtorstraße wechselt.
Bildungsdezernent Marc Adomat betont die Bedeutung des Umzugs: „Mit einem Schulstandortwechsel streben wir an, dass wir die Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf weiter pädagogisch angemessen betreuen können“, erklärt Marc Adomat, Beigeordneter für Bildung, Jugend und Sport. „Wir sichern mit dem Umzug den Fortbestand dieser Schulform in Leverkusen inklusive sinnvoller Therapieformen und eines adäquaten Fachunterrichtes.“
Am neuen Standort Elbestraße sollen ab der zweiten Jahreshälfte 2026 Umbauten beginnen, um das Gebäude für den Förderschulbetrieb vorzubereiten. Der Einzug der Schule an der Wupper ist für den Sommer 2027 geplant.
Volkshochschule verlässt die Elbestraße
Durch die Umbauten wird auch die Volkshochschule den Standort Elbestraße verlassen müssen. Das soll ebenfalls ab der zweiten Jahreshälfte 2026 geschehen. Die Stadt prüft derzeit mögliche Ausweichstandorte.
Stadt sieht großen Fortschritt für den Bildungsstandort
Oberbürgermeister Stefan Hebbel unterstreicht die Bedeutung der Maßnahmen: „Eine ausreichende Schulplatzversorgung ist kommunale Pflichtaufgabe. Mit den angestrebten Maßnahmen verbessert sich die Lernumgebung für unsere Schülerinnen und Schüler deutlich. Unser Schulentwicklungskonzept bedeutet einen großen Fortschritt für den Bildungsstandort Leverkusen.“
Die betroffenen Schulen, die Volkshochschule sowie die politischen Gremien sind bereits informiert. Nach Beratungen in den Ausschüssen soll der Stadtrat am 23. Februar 2026 über die geplanten Maßnahmen entscheiden.
Infos: Stadt Leverkusen, Symbolfoto: by Gerd Altmann from Pixabay, Bearbeitung anzeiger24.de
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