Schnelle Hilfe für die Niederlande: Leverkusen Teil von internationalem Feuerwehr-Konvoi
Leverkusen hat den internationalen Hilfskonvoi für die Niederlande aktiv mit auf den Weg gebracht: Sechs Einsatzkräfte der Leverkusener Feuerwehr rückten am frühen Freitagmorgen, 1. Mai 2026, gemeinsam mit einem geländegängigen Tanklöschfahrzeug und einem Mannschaftstransportwagen aus – Teil einer spezialisierten Einheit, die nun bei den schweren Waldbränden im Nachbarland helfen soll.
Am Morgen startete der Verband um 6 Uhr in Richtung Niederlande. Neben Kräften aus Leverkusen sind auch Feuerwehren aus Bonn, Düsseldorf, Königswinter und Ratingen beteiligt. Unterstützt wird der Einsatz von Fachberatern der Hilfsorganisation @fire sowie einer Versorgungseinheit der Johanniter-Unfall-Hilfe.
Hintergrund ist ein dringendes Hilfeersuchen der Niederlande: „Die niederländischen Behörden hatten am Donnerstagabend über die Europäische Union ein Hilfeersuchen gestellt“, teilt die Feuerwehr mit. Deutschland reagierte schnell und bot das in Nordrhein-Westfalen stationierte Waldbrandmodul im Rahmen des EU-Katastrophenschutzverfahrens an.
Insgesamt umfasst der Konvoi 67 Einsatzkräfte, 21 Fahrzeuge und drei Anhänger. Mit dabei sind haupt- und ehrenamtliche Feuerwehrleute sowie Spezialisten für Logistik und Verpflegung. Ihr Ziel: die Bekämpfung mehrerer gleichzeitig brennender Wald- und Vegetationsflächen.
Wo genau die Einheit eingesetzt wird, wird noch abgestimmt. Klar ist aber: Es muss schnell gehen. „Auf Grund der Nähe zur betroffenen Region von Oirschot wird die Waldbrandeinheit voraussichtlich bereits im Laufe des Vormittages im Einsatz sein“, wurde der Presse mitgeteilt.
Das eingesetzte Waldbrandmodul ist Teil eines europaweiten Systems, das bei großen Bränden schnelle Hilfe ermöglicht. Solche Einheiten bestehen aus geländegängigen Löschfahrzeugen, Führungs- und Versorgungskomponenten und können kurzfristig angefordert werden.
Für die beteiligten Kräfte ist es nicht der erste internationale Einsatz. Bereits in den vergangenen Jahren war das Modul unter anderem in Griechenland, Frankreich, Portugal und Spanien im Einsatz. Seit seiner Aufstellung 2019 gilt es als erfolgreiches Pilotprojekt für den Katastrophenschutz in Deutschland.
Mit dem aktuellen Einsatz zeigt sich erneut, wie eng die Zusammenarbeit innerhalb Europas im Katastrophenfall funktioniert und welchen Beitrag auch Städte wie Leverkusen dazu leisten.
Quelle: Feuerwehr Leverkusen, Symbolbild: Feuerwehr Bonn, Bearbeitung anzeiger24.de: BL
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