Raserrennen unter der Stelze: SPD-Ratsherr Paul-Leander Schmidt fordert sofortiges Eingreifen
Verwaltung und Oberbürgermeister sollen Handeln
Der SPD-Ratsherr Paul-Leander Schmidt hat Oberbürgermeister Stefan Hebbel in einem dringenden Schreiben zum Handeln aufgefordert. Hintergrund ist die seit Jahren bestehende und weiterhin eskalierende Raserszene unter der Stelze an der Marienburger Straße in Küppersteg. Nach Angaben des Kommunalpolitikers belasten Motorenlärm, Driftmanöver und illegale Rennen die Anwohnenden massiv – und gefährden insbesondere Kinder und Jugendliche auf den nahegelegenen Sportanlagen des SC Leverkusen und des TSV Bayer Leverkusen.
„Die Situation ist seit Jahren unverändert gefährlich – und sie ist für die Menschen vor Ort schlicht nicht mehr hinnehmbar“, erklärt Paul-Leander Schmidt. „Wir sprechen hier nicht von gelegentlichem Lärm, sondern von regelmäßig nächtlichen Motorenheulern, Driftern und wiederkehrenden illegalen Rennen. Dass bislang niemand schwer verletzt wurde, ist reines Glück. Als Anwohner kann ich die Lage sehr gut einschätzen.“
Bereits seit 2020 setzt sich Paul-Leander Schmidt – zunächst im Stadtbezirk II, inzwischen als Ratsmitglied – für konkrete Lösungen ein. Er und die SPD-Fraktion haben wiederholt bauliche Maßnahmen gefordert, um die Strecke für Raser unattraktiv zu machen.
Kernforderungen erneut bekräftigt
Der SPD-Politiker erneuert in seinem aktuellen Appell zwei zentrale bauliche Eingriffe, die aus seiner Sicht dringend erforderlich sind:
- Verkürzung der geraden Strecke, etwa durch „Berliner Kissen“ oder vergleichbare bauliche Elemente
- Reduzierung der Fahrbahnbreite, zum Beispiel durch die Abtrennung der Parkflächen, um Drifts zu verhindern
„Kontrollen von Polizei und Ordnungsamt allein reichen nicht aus“, betont Paul-Leander Schmidt. „Wir brauchen bauliche Eingriffe, die Rasern schlicht die Grundlage entziehen.“
Warnung vor Vertrauensverlust
Mit Blick auf den geplanten A1-Ausbau, in dessen Zuge das Gebiet ohnehin neu gestaltet werden soll, mahnt Paul-Leander Schmidt, das Problem nicht weiter auf die lange Bank zu schieben.
„Wenn Menschen den Eindruck gewinnen, dass Stadt und Polizei an solchen Hotspots nichts ausrichten können, verlieren sie das Vertrauen in den Rechtsstaat. Als SPD-Fraktion nehmen wir diese Sorge sehr ernst – denn Sicherheit und sozialer Zusammenhalt gehören eng zusammen.“
Einladung an den Oberbürgermeister
Um die Dringlichkeit zu verdeutlichen, hat Paul-Leander Schmidt Oberbürgermeister Stefan Hebbel zu einem Ortstermin eingeladen. Auch die Anwohnenden erhalten sein Schreiben.
„Ich lade den Oberbürgermeister ein, sich selbst ein Bild zu machen. Die Menschen unter der Stelze brauchen jetzt Lösungen und keine Vertröstungen auf die nächsten Jahre.“
Infos: SPD Leverkusen, Symbolbild: by tookapic from Pixabay, Bearbeitung: anzeiger24.de: BL
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