Radweg an der Wupper in Opladen: „Ultra-Marathon“ bei der Umsetzung?

Stadt Leverkusen: Schutzszenarien müssen geprüft werden – zusammen mit Leichlingen

„Als ich 2020 in die Bezirksvertretung II gewählt wurde, war mir als leidenschaftlicher Radfahrer der Ausbau des Radweges ‚Wupperweg‘ zwischen Schusterinsel (Kastanienallee) und Tierheim Reuschenberg ein sehr wichtiges Anliegen,“ sagt Matthias Itzwerth von der CDU Opladen. Doch darauf müssen er und viele andere Radfahrer wohl noch etwas länger warten: „Ich bin sicherlich nicht von einem Sprint ausgegangen, aber einen Ultra-Marathon hatte ich bei der Umsetzung auch nicht erwartet.“

 

In einer aktuellen Stellungnahme gibt das Dezernat für Bürger, Umwelt und Soziales der Stadt Leverkusen einen Sachstandsbericht: Demnach hat der Wupperverband die Bewertung von zehn Deichen im Hinblick auf den Hochwasserschutz in Auftrag gegeben, darunter auch der besagte Abschnitt des Wupperdeiches.

 

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„Vielzahl möglicher Berechnungsvarianten“

„In die Betrachtung des Hochwasserschutzes für Leverkusen müssen auch die Schutzszenarien in Leichlingen einbezogen werden“, heißt es in dem Bericht. „Dadurch ergibt sich eine Vielzahl möglicher Berechnungsvarianten. Erste Berechnungen wurden vorgenommen und werden zunächst durch den Wupperverband und die Technischen Betriebe der Stadt Leverkusen (TBL) ausgewertet, bevor schrittweise weitere Berechnungen erfolgen.“

 

Im April 2025 soll ein Gutachten zur Hydrologie präsentiert werden: „Sollte sich ergeben, dass die vom Fahrradweg betroffenen drei Deiche keine Schutzfunktion haben bzw. der Schutz auf bessere Weise hergestellt werden kann, würden der Wupperverband und die TBL Mitte 2025 auf die Bezirksregierung Köln zugehen. Sollte sich die Bezirksregierung Köln der Sichtweise anschließen, würde eine Genehmigungsplanung zum Rückbau bzw. Umbau der Deiche ausgeschrieben und beauftragt werden müssen. Diese Planung müsste dann genehmigt werden.“

 

Also noch ein halbes Jahr warten, und dann noch ein Genehmigungs- und Ausschreibungsverfahren abwarten – das kann sich ganz schon hinziehen. Immerhin: „Das Vorhaben wird mit 'vordergründiger Priorität' bearbeitet“, heißt es abschließend. Das stimmt den CDU-Bezirksvertreter Itzwerth immerhin „zuversichtlich“.

 

Bericht: Achim Kaemmerer
Fotos: Archiv anzeiger24.de / Pixabay

 


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