Olympi-Ja oder Nein? Leverkusen hat abgestimmt

19.04.2026

Bürgerentscheid: Klares Votum für eine Bewerbung

Mit Spannung verfolgte auch der Leverkusener Bürgermeisterin Stefan Hebbel mit seiner Delegation am Sonntagabend, 19. April 2026, im KölnTriangle, direkt gegenüber vom Dom, das Ergebnis des Bürgerentscheids zur Olympia-Bewerbung Rhein-Ruhr.

17 Städte in der Region wollen gerne gemeinsam Austragungsorte der Spiele in den 2036, 2040 oder 2044 werden. Das sollte aber nicht über die Köpfe der Bürgerinnen und Bürger hinweg entschieden werden, betonte NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst bei seiner Ansprache zum Beginn dieses sportiven Wahlabends: "1,4 Millionen Stimmen wurden abgegeben, dreimal so viel wie in München. Das ist gelebte Demokratie." 

Nun stellt sich die Frage: Wollen die Menschen in den einzelnen Städten nun Olympische Spiele vor der eigenen Haustür oder nicht?

Für Leverkusen steht das Ergebnis nun fest. 

 

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124.000 Menschen in der Bayer-Stadt waren abstimmungsberechtigt. Und das Ergebnis ist eindeutig: 62,7 Prozent haben sich klar für ein Ja entschieden. Die Wahlbeteiligung lag in Leverkusen bei knapp 36 Prozent, in den 17 Städten zusammen bei 32 Prozent.

Hebbel, die Stadtverwaltung und die Rats-Fraktionen, mit Ausnahme der Linken, haben sich klar für ein Ja ausgesprochen.  

„Die Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele ist eine große Chance für Leverkusen und die Region Rhein-Ruhr. Sie kann nachhaltige Impulse für Infrastruktur, Sport, Wirtschaft und internationale Sichtbarkeit setzen“, erklärte Hebbel im Vorfeld. Die Olympia-Bewerbung rückt unsere Stadt mit der BayArena als möglichem Austragungsort ins Rampenlicht – als starker Wirtschaftsstandort mit kurzer Anbindung in die Metropolregion, leistungsfähigen Unternehmen und echten Standortvorteilen. Das birgt ein enormes Potential. 

 

***Update*** Wie geht es nun weiter?

Monheim ist also mit dabei. Und auch in den Städten Aachen, Bochum, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Krefeld, Köln, Monheim, Mönchengladbach, Oberhausen, Pulheim, Recklinghausen und Wuppertal hat die überwiegende Mehrheit der Wahlbrechtigten pro Bewerbung votiert. Die (vorläufigen) Ergebnisse gibt es hier

Heißt also: NRW hat den Rückhalt der Bevölkerung, um mit der Bewerbung weiterzumachen.   

In Herten wurde allerdings das Quorum für die Beteiligung nicht erreicht, die Stadt ist damit ganz raus aus dem Konzept. ggf. muss nun ein Ersatz gesucht werden.

 

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) will im September darüber entscheiden, welche Stadt, bzw. welcher Städteverbund sich offiziell bewerben soll. Die Konkurrenz für Köln Rhein Ruhr ist groß: Auch Berlin, Hamburg und München wollen die Spiele ausrichten. Und nicht zu vergessen: Es gibt ja auch noch andere internationale Städte, die ebenfalls nach den Ringen greifen, z.B. Budapest, IstanbulSantiago de Chile, Florenz, London oder Kapstadt. Es ist also noch ein weiter Weg. 

Die finale Entscheidung über die Vergabe der Spiele trifft dann das Internationale Olympische Komitee, voraussichtlich ab 2027.

 

Bericht: KA

Fotos: anzeiger24.de

Quelle: Stadt Leverkusen / WDR / Land NRW

  

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