Öffnung des Rheinradwegs wohl erst 2027

10.11.2025

Die Sperrung des Radwegs an der Rheinuferstraße in Leverkusen wird voraussichtlich erst im Frühjahr 2027 aufgehoben. Das teilte die Autobahn GmbH der Stadt mit.

Bei einem Vor-Ort-Termin am 6. November 2025 erklärten Vertreter der Autobahn GmbH, warum eine frühere Öffnung aus Sicherheitsgründen ausgeschlossen sei.

 

Enge Baustelle – hohes Risiko

Im Bereich der neuen Rheinbrücke sei das Baufeld extrem beengt, so die Autobahngesellschaft. Großgeräte seien dauerhaft im Einsatz, dazu kämen zahlreiche Schwertransporte. Besonders kritisch sei die Lagerung großer Stahlhohlkästen für den Brückenüberbau unter der bestehenden Brücke. Eine sichere Passage für Fuß- und Radverkehr sei deshalb derzeit nicht möglich.

 

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Stadt drängt auf frühere Öffnung

„Wir hätten natürlich eine vorzeitige Aufhebung der Sperrung im Interesse der Stadt und der Radfahrenden sehr begrüßt, auch vor dem Hintergrund des kürzlich gefassten Ratsbeschlusses“, erklärt Oberbürgermeister Stefan Hebbel.

Der Stadtrat hatte Ende Oktober 2025 beschlossen, sich für eine schnellstmögliche Wiederöffnung starkzumachen. Immerhin soll der Radweg im Frühjahr 2026 für zwei Wochen offen seinwährend einer Vollsperrung der A59. In dieser Zeit werden erste Stahlteile über der Autobahn montiert.

Anschließend muss der Weg aber wieder gesperrt werden, bis die Montagearbeiten am Überbau zwischen A59 und Rheinufer 2027 abgeschlossen sind.

 

Bauphase mit Schwerlast-Montagen

Auch die weiteren Arbeiten bergen laut Autobahn GmbH erhebliche Risiken. Die Stahlhohlkästen, die per Kran eingehoben werden, wiegen rund 190 Tonnen. Außerdem werden Betonfertigteile aufgesetzt. Für diese Arbeiten sei ein vollständig abgesicherter Bereich notwendig.
Selbst ein Schutztunnel könne angesichts der Lasten keine ausreichende Sicherheit gewährleisten.

 

Alternative Routen

Die Radverkehrsverbindung bleibt laut Autobahn GmbH durch Umleitungen gesichert. Zwischen Wiesdorf und Rheindorf verläuft die Umleitung weiterhin über Bürrig.

Zusätzlich prüfen Stadt und Autobahn GmbH eine neue Routenführung im Bereich Rheinallee/Westring. Sie soll einen direkteren Weg bis zum Kreisverkehr Nobelstraße/Alter Bürriger Deich ermöglichen und rund 350 Meter sparen. Diese Option könnte im Sommer 2026 umgesetzt werden.

Radfahrende und Fußgänger erreichen die neue Brücke über den Neulandpark, indem sie Richtung Westring rechts abbiegen.

„Wir setzen uns seit Jahren für die Belange des Radverkehrs im Zusammenhang mit der Autobahnbrücke ein und begrüßen es, dass die Autobahngesellschaft mittelfristig eine Möglichkeit gefunden hat, den Radverkehr auch unter der Brücke während der Bauphase sicher zu ermöglichen“, erklärt der zuständige städtische Beigeordnete Alexander Lünenbach.

 

Auch weiterhin will die Stadt Druck machen:
„Wir werden die Autobahn GmbH natürlich an der Ankündigung messen, die Radwegeverbindung zwischen Rheindorf und Wiesdorf als auch zwischen Köln und Leverkusen bzw. die Anbindung an die Rheinbrücke durchgehend zu gewährleisten. Dabei werden wir uns weiterhin intensiv für die Interessen der Leverkusener Radfahrerinnen und Radfahrer einsetzen“, so Christiane Jäger, Fachbereichsleiterin Mobilität und Klimaschutz.

 

Infos: Stadt Leverkusen, Foto: pixabay, Bearbeitung anzeiger24.de: BL

 

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