OB Hebbel eröffnet VHS-Ausstellung zum Holocaustgedenktag
Anlässlich des Holocaustgedenktages am 27. Januar 2026 eröffnete Oberbürgermeister Stefan Hebbel die vhs-Ausstellung "Freiheit in der Ferne - Vom jüdischen Leben in der neuen Heimat Leverkusen".
Vor etwa 100 Anwesenden betonte der Oberbürgermeister in seiner Gedenkrede, dass der „Massenmord an den europäischen Juden mit Antisemitismus und Ausgrenzung begann und sich schließlich zu staatlich organisierter Vernichtung steigerte. Gerade heute müssen wir deshalb unseren jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern zur Seite stehen und all denen, die sich gegen Antisemitismus einsetzen.“
Im Zuge der Gedenkveranstaltung wurde auch die neue Ausstellung der VHS zur Situation der jüdischen Kontingentflüchtlinge, die nach dem Zerfall der Sowjetunion in den 1990er-Jahren in die Bundesrepublik kamen, in der Galerie des Forums vorgestellt. VHS-Leiter Dr. Günter Hinken hob hervor, dass auch diese Präsentation Teil der fortwährenden Erinnerungsarbeit der Volkshochschule ist, die sich im Leitmotiv „Zukunft braucht Erinnerung“ widerspiegelt: „Die umfangreiche Zuwanderung von Jüdinnen und Juden sorgte für eine Revitalisierung der jüdischen Gemeinden in Deutschland. Die Darstellung ihrer Migrationsgeschichte und ihres Gemeindelebens auch in Leverkusen ist eine wesentliche Leistung der aktuellen Ausstellung“, so Hinken. Anschließend erläuterten die Kuratoren Era Freidzon und Dr. Benjamin Weber von der Forschungsstelle XRbit die Inhalte der Ausstellung, die mittels emotionaler Gemälde, Interviews mit Erstzeugen sowie Fotografien und interaktiven Videoinstallationen Einblicke in die Erfahrungen von Flucht, Identität(suche) und Neuanfang gibt. Beide Betrachtungsebenen sorgen für eine authentische Sicht auf die Welt der jüdischen Kontingentflüchtlinge, in der die Auseinandersetzung mit ihrer Einwanderungsgeschichte sowie die Fragen nach Sprache und Gemeinschaft in der neuen Heimat wesentliche Erfahrungs- und Diskussionspunkte sind. Der Vorsitzende des jüdischen Vereins Davidstern, Lev Ismikhanov, brachte dabei die Perspektive der in Leverkusen lebenden Jüdinnen und Juden mit ein.
Die Ausstellung ist noch bis zum 22.03.2026 in der Galerie des Forums zu sehen (Öffnungszeiten insb. am Wochenende gemäß Information des Forums). Erweitert wird das Ausstellungsprojekt, das von der Bürgerstiftung und der Sparkasse Leverkusen unterstützt wird, durch ein Veranstaltungsprogramm mit öffentlichen Führungen, Workshops für Schüler*innen, einem Musikkonzert am 7. März und einer kultur-kulinarischen Ausstellungsfinissage am 19. März, die Einblicke in die Gegenwart und Zukunft der jüdischen Gemeinschaft in Leverkusen geben wird.
Nähere Informationen und Anmeldemöglichkeiten unter https://www.vhs-leverkusen.de/
Infos: Stadt Leverkusen, Foto: vhs Leverkusen, Bearbeitung anzeiger24.de: BL
Weitere Nachrichten aus Leverkusen gibt es unter www.anzeiger24.de/leverkusen/news/
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