Neues Frühwarnsystem soll Leverkusen besser vor Überflutungen schützen
30.09.2026Ein neues Frühwarnsystem soll künftig dabei helfen, Überflutungsgefahren im Bergischen Land früher zu erkennen.
Das Projekt „KIRa-Berg“ (KI- und Radar-gestütztes integriertes Überflutungsmanagementsystem im Bergischen Land) wird mit rund 1,91 Millionen Euro finanziert. 80 Prozent der Kosten werden über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) von der EU und dem Land Nordrhein-Westfalen gefördert.
Kern des Projekts sind zwei neue X-Band-Radargeräte. Sie sollen deutlich häufiger und in geringerer Höhe als herkömmliche Wetterradare messen und damit präzisere Daten über Niederschläge liefern. Diese Informationen sollen anschließend mit einem KI-Modell verknüpft werden, das daraus mögliche Überflutungsszenarien berechnet.
Für Leverkusen ist das Projekt vor allem mit Blick auf Starkregen relevant. Das Unwetter mit schweren Überflutungen und Schäden im Stadtgebiet vor fünf Jahren hat gezeigt, dass auch die Stadt einem erheblichen Überflutungsrisiko ausgesetzt ist.
Warnungen sollen früher möglich werden
Das geplante System soll Überflutungsszenarien innerhalb kurzer Zeit simulieren können. Ziel ist es, dadurch die Vorwarnzeiten zu verkürzen und Behörden, Feuerwehr und Krisenstäbe früher mit Informationen zu versorgen. Langfristig soll auch die Bevölkerung im Ereignisfall besser gewarnt werden können.
Noch wird geprüft, ob die neuen Radardaten in die bestehenden Warnsysteme des Deutschen Wetterdienstes für kurzfristige Wettervorhersagen integriert werden können.
Das Projekt wird vom Oberbergischen Kreis koordiniert. Beteiligt sind außerdem die Universität Bonn und die TH Köln sowie die im Rahmen der „Kooperation Überflutungsvorsorge an Agger und Wupper“ (ÜVAW) zusammengeschlossenen Kreise, Städte und Wasserverbände.
Die Standorte für die beiden Radargeräte werden derzeit gesucht. Die Geräte sollen bis Mitte 2027 installiert werden. Das Projekt läuft von September 2026 bis Februar 2029.
Ausführliche Infos auf der Seite der Stadt!
Quelle: Stadt Leverkusen, Foto: Redaktion mit KI-Visualisierung, Bearbeitung anzeiger24.de: BL
Weitere Nachrichten aus Leverkusen gibt es unter www.anzeiger24.de/leverkusen/news/
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