Neue Einnahmequelle für Leverkusen: Bettensteuer könnte eine Million Euro pro Jahr bringen

Einführung aber erst ab 2027 realistisch

Leverkusen könnte künftig von einer zusätzlichen Steuer auf Übernachtungen profitieren. Die sogenannte Bettensteuer, wie sie bereits in anderen Städten wie Düsseldorf erhoben wird, könnte der Stadt laut einer Prognose des Kämmerers rund eine Million Euro jährlich einbringen, schreibt der KStA. Die Idee stammt ursprünglich von den Grünen, stieß aber überraschend auf breite Zustimmung im Finanzausschuss.

 

Geschäftsreisende im Fokus

Nach Einschätzung der Stadtverwaltung wären vor allem geschäftlich Reisende von der neuen Abgabe betroffen – etwa Messebesucher, die wegen der hohen Preise in Köln oder Düsseldorf auf Hotels in Leverkusen ausweichen, sowie Monteure, die im Chempark tätig sind. Privatpersonen seien hingegen nur in geringem Maße betroffen. Letztlich würde die Steuer also in vielen Fällen nicht die Reisenden selbst, sondern die dahinterstehenden Unternehmen belasten.

 

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Einnahmen trotz Verwaltungsaufwand

Die Kalkulation orientiert sich an dem Modell der Landeshauptstadt Düsseldorf: Drei Euro pro Nacht sollen fällig werden. Selbst unter Einbeziehung der Verwaltungskosten – laut Kämmerei würde die Erhebung eine Vollzeitkraft im Rathaus binden – bliebe der Stadt ein netto positiver Effekt von rund einer Million Euro jährlich. Angesichts der angespannten Haushaltslage und rückläufiger Gewerbesteuereinnahmen sieht die Stadt hierin eine stabile und krisenresistente Einnahmequelle.

 

Einführung frühestens 2027

Trotz der breiten Zustimmung ist eine schnelle Umsetzung nicht möglich. Laut Stadtkämmerer Michael Molitor sei mit einer Einführung nicht vor 2027 zu rechnen. Zunächst müssten rechtliche und organisatorische Voraussetzungen geschaffen werden.

Die geplante Bettensteuer könnte Leverkusen dringend benötigte Einnahmen bringen, ohne die Bürgerinnen und Bürger direkt zu belasten.

 

Quelle: Kölner Stadt Anzeiger
Foto: Pixabay

 


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