Linke will Freibad-Zugang ohne digitale Hürden
11.08.2026Abkühlung für Alle
Die Debatte über das Baden im Rhein und die damit verbundenen Gefahren rückt für die Leverkusener Linke auch die Frage nach sicheren Möglichkeiten zur Abkühlung in den Fokus. Die Fraktion fordert, dass der Zugang zum Freibad Wiembachtal nicht von digitalen Zahlungsmöglichkeiten abhängig sein soll.
Der Grund: Tageskarten für das Freibad können derzeit nur online gekauft werden. Wer kein Smartphone, kein Onlinebanking oder eine Bezahl-App nutzt, kann nicht spontan eine Karte vor Ort erwerben. Die Fraktion sieht darin insbesondere für ältere Menschen, Jugendliche und Menschen mit geringem Einkommen eine Hürde.
„Wer Menschen aus guten Gründen verbietet, im Rhein zu baden, muss gleichzeitig dafür sorgen, dass sichere Alternativen möglichst niedrigschwellig erreichbar sind. Es kann nicht sein, dass jemand an einem heißen Tag vor dem Freibad steht und nicht hineinkommt, nur weil kein PayPal-Konto oder Onlinebanking vorhanden ist.“
Die Linke will den Onlineverkauf dabei ausdrücklich beibehalten. Zusätzlich solle eine Möglichkeit geschaffen werden, Tageskarten direkt vor Ort gegen Bargeld zu erwerben. Als denkbare Lösung nennt die Fraktion ein begrenztes Kontingent an Karten, das für den Vor-Ort-Verkauf zurückgehalten und mit dem bestehenden Online-Ticketsystem verknüpft werden könnte.
Die Fraktion arbeitet nach eigenen Angaben derzeit an einem Antrag für den Stadtrat. Ziel sei es, spätestens zur Freibadsaison 2027 einen Zugang zu ermöglichen, der niemanden wegen fehlender digitaler Zahlungsmöglichkeiten ausschließt.
„Ein kommunales Freibad muss für alle da sein. Digitalisierung kann vieles einfacher machen, sie darf aber nicht zur Zugangsvoraussetzung für öffentliche Angebote werden. Soziale Teilhabe, digitale Barrierefreiheit und Hitzeschutz gehören für uns zusammen“, so die Fraktion.
Quelle: Die Linke Leverkusen, Symbolbild: KI erstellt mit Adobe Photoshop, Bearbeitung anzeiger24.de: BL mit Unterstützung von ChatGPT
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