Leverkusener Sportprojekte kommen nicht zum Zug beim Bundesprogramm
Sanierungen erhalten keine SKS Förderung
In der ersten Förderrunde des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ (SKS) sind alle drei von Leverkusen eingereichten Projekte nicht berücksichtigt worden. Betroffen sind die geplante Sanierung der Sportanlage des TuS Rheindorf, die Sportanlage Birkenberg in Opladen sowie das Hallenbad in Bergisch Neukirchen.
Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hatte am 22. April 2026 die erste Tranche des Programms beschlossen. Bundesweit standen rund 333 Millionen Euro zur Verfügung, bei einem Antragsvolumen von über 3.600 Projekten und einem geschätzten Gesamtbedarf von rund 7,5 Milliarden Euro. Damit war das Programm etwa 21-fach überzeichnet.
Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Leverkusen reagierte enttäuscht auf die Entscheidung. „Die Enttäuschung ist entsprechend groß. Unsere Projekte sind gut vorbereitet, dringend notwendig und hätten Leverkusen gutgetan. Dass wir in dieser Runde nicht berücksichtigt wurden, ist sehr bitter“, erklärte Paul-Leander Schmidt, sportpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion.
Auch die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Heike Bunde hob die Bedeutung der Infrastruktur hervor: „Sportstätten und Schwimmbäder sind zentrale Orte für Vereine, Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Gerade deshalb ist es enttäuschend, dass Leverkusen in dieser Runde leer ausgegangen ist.“
Abdulhamid Rizvani, Mitglied im Betriebsausschuss Sportpark Leverkusen, verwies auf die weitere Perspektive: „Die ausbleibende Förderung ist enttäuschend, ändert aber nichts am Bedarf vor Ort. Die Projekte sind fachlich vorbereitet und planungsreif. Wir müssen jetzt weitere Förderchancen konsequent nutzen.“
Auch der örtliche Bundestagsabgeordnete Prof. Karl Lauterbach (MdB) äußerte sich: „Leverkusen hat überzeugende Projekte eingereicht, die dringend gebraucht werden. Dass sie in dieser Runde nicht berücksichtigt wurden, ist bitter. Gleichzeitig ist klar: Der Bedarf übersteigt die verfügbaren Mittel deutlich. Deshalb werde ich mich dafür einsetzen, dass wir die Förderprogramme weiter ausbauen.“
Die SPD-Fraktion betonte zugleich die Rolle des Sportparks Leverkusen, dessen Anträge erneut zügig und professionell vorbereitet worden seien. „Der Sportpark arbeitet seit Jahren äußerst verlässlich und ist sofort handlungsfähig, sobald neue Programme starten“, so Schmidt.
Für Schwimmbäder besteht weiterhin eine Förderperspektive: Innerhalb des Programms wurde ein separater Topf von 250 Millionen Euro für die Sanierung und Modernisierung kommunaler Schwimmbäder eingerichtet. Anträge können noch bis zum 19. Juni 2026 gestellt werden. Damit bleibt insbesondere das Hallenbad Bergisch Neukirchen weiterhin potenziell förderfähig.
Ergänzend verweist die SPD-Fraktion auf zusätzliche Landesmittel in Nordrhein-Westfalen. Dort stehen insgesamt rund 600 Millionen Euro für Sportinfrastruktur zur Verfügung, unter anderem für Schwimmbäder, kommunale Sportanlagen und Vereinssportstätten.
Auch der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hatte zuletzt darauf hingewiesen, dass die vorhandenen Mittel angesichts des hohen Sanierungsstaus nicht ausreichen und zusätzliche Investitionen notwendig seien.
Abschließend erklärte die SPD-Fraktion, man wolle weitere Fördermöglichkeiten konsequent nutzen: „Wir werden weiterhin alles daransetzen, dass Leverkusen bei den nächsten Förderentscheidungen erfolgreich ist.“
Quelle: SPD Leverkusen, Symbolfoto: Robert Geisler from Pixabay, Bearbeitung anzeiger24.de: BL
Weitere Nachrichten aus Leverkusen gibt es unter www.anzeiger24.de/leverkusen/news/
Ihr wollt uns Eure Meinung sagen? Gerne per Mail an
oder als Kommentar bei Facebook.
Euch hat unser Beitrag gefallen? Dann liked und teilt ihn gerne.
