Leverkusen macht Badeverbot im Rhein sichtbar
25 Schilder weisen darauf hin
Nach mehreren teils tödlichen Badeunfällen im vergangenen Jahr hat die Stadt Leverkusen ein offizielles Badeverbot im Rhein eingeführt. Der Stadtrat beschloss die Regelung im Oktober 2025, sie trat am 12. Dezember 2025 in Kraft. Zuvor hatte bereits Düsseldorf ein entsprechendes Verbot erlassen, weitere Städte folgten.
Zur besseren Aufklärung über die Gefahren werden derzeit entlang des Rheinufers 25 Warnschilder installiert. Diese weisen in mehreren Sprachen (Englisch, Französisch, Russisch, Türkisch und Arabisch)sowie mit Piktogrammen auf das Verbot hin. Hintergrund ist die besondere Gefährlichkeit des Flusses: starke Strömungen, wechselnde Wasserstände und dichter Schiffsverkehr sorgen für unberechenbare Bedingungen bereits im Uferbereich. Selbst knöcheltiefes Wasser kann laut Stadt riskant sein, da Menschen leicht von Strömungen erfasst werden können.
Auch für geübte Schwimmer bestehe Lebensgefahr. Zudem geraten bei Rettungsversuchen nicht nur Betroffene in Gefahr, sondern auch mögliche Nothelfer und professionelle Rettungskräfte, die Hilfe leisten. Die Feuerwehr musste in den vergangenen Jahren wiederholt zu Einsätzen am Rhein ausrücken.
Im Notfall gilt: sofort den Notruf 112 wählen, den Standort (möglichst mit Rheinkilometer) angeben und die betroffene Person vom Ufer aus im Blick behalten. Eigene Rettungsversuche im Wasser sollen unbedingt unterbleiben.
Das Verbot umfasst unter anderem Schwimmen, Waten oder Spielen im Wasser. Ausnahmen gelten nur für Einsatzkräfte, genehmigte Veranstaltungen der Stadt Leverkusen sowie bestimmte Tätigkeiten wie das Ein- und Aussteigen bei Booten oder den Angelsport.
„Ein einheitliches Badeverbot aller am Rhein gelegenen Städte erhöht die Rechtsklarheit und setzt gegenüber der Bevölkerung ein deutliches Signal hinsichtlich der bestehenden Gefahren im Rhein“, erläutert Steffen Franzkowski, Leiter des Fachbereichs Ordnung und Straßenverkehr. „Die neu getroffene Regelung des Badeverbots im Rhein soll nun durch entsprechende Hinweisschilder verdeutlicht werden.“
Auch die Feuerwehr begrüßt die Maßnahme: „Das Badeverbot unterstreicht die Gefährlichkeit der Rheinströmung und soll dabei helfen, Rettungseinsätze zu verhindern. Viel zu oft gelangen Badegäste an vermeintlich harmlosen Stellen am Rheinufer in Strudel und Strömungen und in gefährliche Situationen, die selbst für geübte Schwimmende eine Lebensgefahr darstellen können“, erklärt Heiko Dummer, stellvertretender Leiter der Fachgruppe Wasserrettung bei der Feuerwehr.
Kontrollen übernimmt der Kommunale Ordnungsdienst vor allem in den Sommermonaten. Verstöße können mit Bußgeldern von bis zu 1.000 Euro geahndet werden.
Quelle + Foto: Stadt Leverkusen, Bearbeitung anzeiger24.de: BL
Weitere Nachrichten aus Leverkusen gibt es unter www.anzeiger24.de/leverkusen/news/
Ihr wollt uns Eure Meinung sagen? Gerne per Mail an
oder als Kommentar bei Facebook.
Euch hat unser Beitrag gefallen? Dann liked und teilt ihn gerne.
