Leverkusen kämpft gegen zunehmenden wilden Müll
Mit den ersten warmen Frühlingstagen und den Osterferien nimmt in Leverkusen ein bekanntes Problem wieder zu: wilder Müll. Verpackungen, Flaschen und andere Abfälle werden vermehrt achtlos in der Natur entsorgt und belasten Umwelt sowie Stadtbild.
Die Stadt ruft daher zu mehr Verantwortungsbewusstsein auf. „Wer leichtfertig, Müll fallen lässt, verunstaltet damit seine eigene Stadt und sein eigenes Zuhause“, betont Oberbürgermeister Stefan Hebbel. „Es ist mir ein sehr wichtiges Anliegen, dass wir stetig gemeinsam daran arbeiten, das Bewusstsein bei allen Leverkusenerinnen und Leverkusenern zu schärfen und zu verändern. Wilder Müll ist keine Bagatelle, sondern schadet der Umwelt und der Gemeinschaft!“
Neben achtlos entsorgtem Müll beobachtet die Stadt auch vermehrt Straftaten im Zusammenhang mit Altkleidercontainern. Das unerlaubte Entnehmen von Textilien gilt als Diebstahl. Erst kürzlich konnte die Polizei nach einem Hinweis auf Ausräumen im großen Stil eines Sammelcontainers eine Person in Quettingen auf frischer Tat stellen.
Die Dimension des Problems zeigt sich auch in den Zahlen: Allein 2025 sammelten Einsatzteams der JOB Service Beschäftigungsförderung (JSL) rund 180 Tonnen wilden Müll per Hand ein. „Hinzu kommen 5.200 Rückschnitte von Zweigen und Ästen, die auf Radwegen für Behinderungen sorgten“, unterstreicht die Stadt. Der durch die JSL gesammelte Müll wird bei der AVEA entsorgt, die auch zur Beseitigung Wilder Müllkippen auch im Einsatz ist. Insgesamt wurden 899 Tonnen Müll durch die AVEA entsorgt.
JSL-Geschäftsführer Thomas Schorn unterstreicht die Bedeutung der Maßnahmen: „Dank der Beauftragungen durch den Rat der Stadt und die Stadtverwaltung sorgen wir gemeinsam für mehr Sauberkeit und damit Aufenthaltsqualität im Stadtgebiet. Zugleich schaffen wir neue Chancen der Qualifizierung für arbeitslose Menschen mit dem Ziel der Rückkehr in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und eine von öffentlichen Förderungen wieder unabhängige Lebensgestaltung. Damit verbunden ist schließlich auch eine direkte Entlastung unseres städtischen Haushaltes.“
Unterstützung erhalten die Einsatzkräfte auch aus der Bevölkerung. Über den städtischen Mängelmelder gingen 2025 insgesamt 2.497 Hinweise ein, darunter viele zu wildem Müll. Die Stadt appelliert, dieses Angebot weiterhin zu nutzen, um schnell gegen Missstände vorgehen zu können. „Der Kommunale Ordnungsdienst der Stadt Leverkusen ist erster Ansprechpartner, wenn es um die Einhaltung der öffentlichen Ordnung, die Herstellung der Sicherheit und die Stärkung des subjektiven Sicherheitsgefühls der Bürgerinnen und Bürger im öffentlichen Raum geht.
Die Leitstelle des KOD ist wie folgt erreichbar:
Telefon: 0214 406 36555
E-Mail: [email protected]
Montag bis Donnerstag: 7 - 23 Uhr
Freitag und vor Feiertagen: 8 - 24 Uhr
Quelle: Stadt Leverkusen, Symbolfoto: pixabay, Bearbeitung anzeiger24.de: BL
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