Leverkusen informiert zum Hitzeaktionstag über Hitzeschutz im Sommer
Die Stadt Leverkusen hat anlässlich des bundesweiten Hitzeaktionstages am 11. Juni 2026 auf verschiedene Informations- und Schutzangebote für die Sommermonate hingewiesen. Bereits rund um Pfingsten seien in diesem Jahr sommerliche Temperaturen erreicht worden; auch für die kommenden Monate werde erneut mit Werten über 30 Grad gerechnet.
Extreme Hitze über mehrere Tage führe bei vielen Menschen zu einer Beeinträchtigung des Wohlbefindens und einer verminderten Leistungsfähigkeit. Besonders betroffen seien Arbeitsplätze im Freien oder in nicht klimatisierten Räumen; auch konzentriertes Lernen in Schulen sei kaum möglich. Wenn die Temperaturen in sogenannten „tropischen Nächten“ nicht unter 20 Grad sinken, finde zudem keine ausreichende nächtliche Erholung statt.
Besonders gefährdete Gruppen
Ein erhöhtes Risiko für gesundheitliche Folgen bei heißen Temperaturen und länger andauernden Hitzewellen besteht für Menschen aufgrund ihrer körperlichen Konstitution und bei fehlenden kühlen Rückzugsorten: „Insbesondere Seniorinnen und Senioren, kleinere Kinder, chronisch kranke Menschen oder Wohnungslose haben ein deutlich höheres Risiko, dass Hitze ernste gesundheitliche Folgen haben kann“, habe Dr. Mirja Stevens, Leiterin des Gesundheitsamt Leverkusen, gewarnt.
Hitzeaktionsplan und Informationsangebote
Mit dem Anfang 2026 vom Rat verabschiedeten Hitzeaktionsplan verfüge die Stadt über ein Instrument, um sich auf steigende Temperaturen vorzubereiten und die Bevölkerung bestmöglich vor gesundheitlichen Folgen von Hitze zu schützen.
Die Stadt informiere über verschiedene Kanäle zum Thema Hitzeschutz. Auf der städtischen Homepage gebe es eine Informationsplattform mit allgemeinen Tipps für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen, Hinweisen in verschiedenen Sprachen sowie einer Übersicht „Kühler Orte“ und sogenannten Refill-Stationen zum kostenlosen Befüllen von Trinkflaschen.
Zusätzlich gebe es die kostenlose Broschüre „Hitzeknigge“ in gedruckter Form. Auch bei Veranstaltungen wie dem Leverkusener Gesundheitstag und dem Tag der Inklusion am 27. Juni 2026 in Wiesdorf informiere das Gesundheitsamt vor Ort.
Über die App Gut versorgt in Leverkusen sowie über die städtischen Social-Media-Kanäle könne die Stadt zudem aktuelle Hitzewarnungen direkt per Push-Nachricht verbreiten.
Appell zum gegenseitigen Schutz
Auch der soziale Zusammenhalt spiele aus Sicht der Stadt eine wichtige Rolle. Alexander Lünenbach, Dezernent für Bürger, Umwelt und Soziales, habe dazu betont: „Bitte achten Sie in Hitzeperioden aufeinander“, habe er appelliert. „Wie geht es an Hitzetagen den alleinstehenden, älteren Nachbarn? Wir alle können dazu beitragen, dass Jung und Alt gut durch den Sommer kommen.“
Warnzeichen ernst nehmen
Bei akuten Symptomen wie wiederholtem Erbrechen, plötzlicher Verwirrtheit, Schwindel, Bewusstlosigkeit, sehr hoher Körpertemperatur über 39 Grad Celsius, starken Kopfschmerzen oder Krämpfen in Armen oder Beinen solle umgehend der Notruf 112 gewählt werden.
Quelle: Stadt Leverkusen, Bearbeitung anzeiger24.de: BL
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