Leserbrief von Bernhard Marewski: Fusion von ivl und regio iT gescheitert
„Die ivl GmbH als strategischer IT-Pfeiler Leverkusens bleibt Garant für die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt. Die Beendigung des Fusionsprozesses ist eine Entscheidung, die nicht in Leverkusen getroffen wurde, deren Auswirkungen aber Leverkusen unmittelbar betreffen. Die regioiTGesellschafter haben ihre Zustimmung verweigert und damit einen weit über einjährigen, sorgfältig geführten Prozess gestoppt. Diese Entscheidung ist zu respektieren. Ob sie politisch motiviert ist, mag dahingestellt bleiben. Fachliche Gründe sind bislang nicht bekannt.
Für mich ist entscheidend: Die ivl ist und bleibt ein zentraler, leistungsfähiger und vor allem verlässlicher ITDienstleister für unsere Stadt Leverkusen. Sie trägt Verantwortung für die IT der Verwaltung, der Schulen, der städtischen Unternehmen und damit für wesentliche Bereiche der kommunalen Daseinsvorsorge. Weder die Qualität der Arbeit noch die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens stehen infrage. Die Mitarbeitenden der ivl haben in den vergangenen Jahren unter schwierigen Rahmenbedingungen stets Herausragendes geleistet und verdienen dafür klare politische Rückendeckung.
Notwendige Schritte für die kommenden Monate, die konsequent angegangen werden müssen:
- Ein klares Bekenntnis zur ivl ist abzugeben, damit die Mitarbeitenden Stabilität und Wertschätzung erfahren
- Gezielte Weiterentwicklung und Stärkung der ivl durch klare politische Unterstützung, Investitionen in Informationssicherheit, CloudKompetenz, OZGUmsetzung und moderne Verwaltungsdigitalisierung.
- Stabilisierung der IT-Organisationen der ivl GmbH und in der Stadtverwaltung durch verlässliche Führung, klare Prioritäten und transparente Kommunikation gegenüber Mitarbeitenden, den Kunden und letztlich gegenüber der Bürgerschaft unserer Stadt.
- Prüfung alternativer Kooperationsformen, die Leverkusen strategisch weiterbringen. Denkbar wären zum Beispiel : Projektbezogene Partnerschaften mit regio iT, KRZN, citeq, kdvz Rhein-Erft-Rur oder anderen kommunalen ITDienstleistern und die Nutzung gemeinsamer Plattformen (z. B. E-Akte, Fachverfahren, Security-Services).
Um die digitale Leistungsfähigkeit Leverkusens erfolgreich und langfristig zu sichern, brauchen wir jetzt eine sorgfältig bedachte strategische Weiterentwicklung der ivl GmbH und dies eingebunden in einem vertrauensvollen politischen Netzwerk in NRW.
Die digitale Zukunft Leverkusens wird hier vor Ort entschieden. Genau dafür sollten wir jetzt gemeinsam Verantwortung übernehmen.“
Leserbrief: Bernhard Marewski, Symbolfoto: anzeiger24.de, Bearbeitung anzeiger24.de: BL
Weitere Nachrichten aus Leverkusen gibt es unter www.anzeiger24.de/leverkusen/news/
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