Lebensretter für die Nacht: Leverkusen verbietet Mähroboter nach Sonnenuntergang
Stadt zieht die Notbremse zum Schutz der stacheligen Gartenbewohner
In Leverkusen gilt ab sofort eine klare Regel: Wer seinen Rasen mähen möchte, muss das bei Tageslicht tun. Der Stadtrat hat am 16. Dezember 2024 ein Nachtverbot für Mähroboter beschlossen – und das aus einem guten Grund: Igel und andere Kleintiere sollen besser vor den scharfen Klingen geschützt werden.
Mähroboter – unterschätzte Gefahr im Garten
Was vielen Hobbygärtnern gar nicht bewusst ist: Die kleinen, scheinbar harmlosen Geräte können für Tiere zur tödlichen Falle werden. Vor allem Igel, die sich bei Einbruch der Dunkelheit auf Futtersuche machen, sind gefährdet. Gelangen sie in die Nähe eines Mähroboters, drohen schwere Schnittverletzungen, die häufig zum qualvollen Tod führen. Besonders ältere Geräte verfügen noch nicht über moderne Sicherheitssysteme. Aber auch neue Modelle sind nicht immer ausgereift genug, um Tiere zuverlässig zu erkennen.
Klare Regeln: Von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang
Die Stadt hat deshalb eine Allgemeinverfügung erlassen: Zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang dürfen Mähroboter in Leverkusen nicht mehr eingesetzt werden. Damit wird die aktivste Zeit der nachtlebenden Igel geschützt. Wer seinen Rasen dennoch nachts mähen lassen möchte, muss eine Ausnahmegenehmigung beantragen. Diese wird aber nur erteilt, wenn zweifelsfrei feststeht, dass keine Gefahr für Kleintiere besteht – zum Beispiel bei abgeschlossenen Dachgärten oder vollständig umzäunten Flächen.
Informationen für Bürgerinnen und Bürger
Die vollständigen Details der neuen Regelung sind online im Amtsblatt der Stadt Leverkusen abrufbar. Zusätzlich können Interessierte die Verfügung auch direkt im Fachbereich Umwelt einsehen – allerdings nur nach vorheriger Terminvereinbarung.
Mit dem Nachtverbot setzt Leverkusen ein deutliches Zeichen für den Artenschutz. Die Maßnahme soll nicht nur das Leben von Igeln retten, sondern auch das Bewusstsein dafür schärfen, dass technischer Komfort und Naturschutz Hand in Hand gehen müssen.
Quelle: Stadt Leverkusen
Foto: Pixabay
Text: MS
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