Kleine Käuze stoppen den Verkehr – Straßensperrung für den Artenschutz!

Nachwuchs mit großen Augen – Straßensperrung für kleine Helden der Nacht

In Leverkusen hat sich ein seltener Bewohner wieder einmal angekündigt: Der Steinkauz, kaum größer als eine Faust, sorgt mit seinem diesjährigen Nachwuchs für eine ganz besondere Maßnahme. Um die flauschigen Jungtiere zu schützen, bleibt die Straße An der Lichtenburg vom 23. Juni bis zum 21. Juli 2025 für den Verkehr gesperrt.

 

Gefährlicher erster Ausflug

Die Streuobstwiesen rund um die Lichtenburg sind nicht nur ein idyllischer Ort, sondern auch Brutstätte einer beinahe ausgestorbenen Vogelart. Hier fühlt sich der Steinkauz heimisch – eine kleine Eulenart, die in Leverkusen fast einzigartig ist. In den Höhlen alter Obstbäume zieht er seinen Nachwuchs groß. Doch kaum verlassen die jungen Käuze im Juni erstmals ihr Nest, beginnt für sie der gefährlichste Lebensabschnitt: Zwar können sie schon fliegen, doch das Futtersuchen erfolgt oft am Boden – und das häufig auch in Straßennähe.

 

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Schutz statt Risiko: Straße wird dicht gemacht

Um den kleinen Vögeln diese kritische Phase zu erleichtern, greift die Stadt zu einer ungewöhnlichen, aber wirkungsvollen Maßnahme: Die Straße wird für vier Wochen vollständig gesperrt. Autos, Motorräder und Fahrräder müssen weichen – für ein paar federleichte Leben.

Anwohner werden umgeleitet und müssen mit einem kleinen Umweg rechnen. Ein ansässiger Landwirt darf die Straße in Ausnahmefällen nutzen, allerdings nur mit ausdrücklicher Auflage, auf die winzigen, braunen Vögel ganz besonders achtzugeben.

 

Ein kleines Tier mit großer Wirkung

Die Aktion zeigt: Auch in einer Stadt wie Leverkusen ist Platz für seltene Arten, wenn Mensch und Natur gemeinsam Rücksicht nehmen. Und wer weiß – vielleicht kann man in den kommenden Wochen am Rand der Streuobstwiesen sogar einen flauschigen Jungkauz bei seinen ersten Schritten in die Freiheit beobachten.

 

Quelle/Foto: Stadt Leverkusen
Text: MS

 


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