Infobörse in Leverkusen bringt Jugendliche auf Kurs
Über 300 Schüler*innen informierten sich über Perspektiven nach der Schule
Rund 300 Jugendliche, die bisher noch keinen Anschluss an eine Ausbildung oder weiterführende Schule gefunden haben, nutzten am Donnerstag die Infobörse des Arbeitskreises Jugend und Arbeit in Leverkusen, um sich über ihre beruflichen Perspektiven zu informieren. Die Veranstaltung richtete sich gezielt an Schüler*innen am Übergang von der Schule ins Berufsleben – insbesondere an diejenigen, bei denen die Zukunft noch ungewiss ist.
Individuelle Beratung und praktische Einblicke
Auf der Börse präsentierten sich 15 Leverkusener Träger und Einrichtungen, die gemeinsam im Arbeitskreis organisiert sind. Ziel war es, die vielfältigen Unterstützungsangebote im Übergangssystem sichtbar zu machen.
Neben klassischen Info-Ständen gab es auch Mitmachaktionen, bei denen die Jugendlichen ihre motorischen Fähigkeiten testen oder typische Übungen aus Bewerbungsverfahren ausprobieren konnten – ein praktischer Zugang, der vielen den Einstieg ins Thema erleichterte.
Krisen belasten vor allem benachteiligte Jugendliche
Die Organisatoren machten deutlich: Gesellschaftliche Krisen, wie der Krieg in der Ukraine, der Nahostkonflikt oder die Nachwirkungen der Pandemie, haben spürbare Auswirkungen auf die Lebenswirklichkeit junger Menschen – vor allem jener, die ohnehin unter schwierigen sozialen Bedingungen leben. Zukunftsängste, fehlende Lernressourcen zu Hause und mangelnde Medienkompetenz erschweren vielen den Weg in den Beruf.
Appell an Unternehmen: Praktika anbieten!
Ein zentrales Anliegen der Fachkräfte: Mehr Praktikumsmöglichkeiten für junge Menschen. Nur durch praktische Erfahrungen und echte Einblicke in die Arbeitswelt können Jugendliche ihre Stärken entdecken und berufliche Ziele entwickeln. Betriebe werden daher aufgerufen, jungen Menschen vermehrt Orientierungschancen zu bieten – auch jenseits klassischer Ausbildungswege.
Empfehlungen für Jugendliche ohne Anschlusslösung
Jugendliche, die bis zum Sommer noch keine klare Perspektive gefunden haben, sollten jetzt aktiv werden. Die Träger empfehlen die Kontaktaufnahme mit Angeboten wie der Berufsberatung der Arbeitsagentur, Schulsozialarbeiter*innen, Übergangslots*innen an Berufskollegs oder lokalen Beratungsstellen.
Die Infobörse hat gezeigt: In Leverkusen gibt es ein funktionierendes Netzwerk zur Unterstützung junger Menschen – doch dieses kann nur wirken, wenn es bekannt ist und genutzt wird.
Quelle: Stadt Leverkusen
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