Impfschutz gegen Blauzungenkrankheit
Schäfer und Landwirte in Leverkusen stehen vor einer Herausforderung
Im Sommer 2024 breitete sich die Blauzungenkrankheit rasant in Nordrhein-Westfalen aus – auch in Leverkusen waren zahlreiche Tierhaltungen betroffen. Besonders Schafe litten unter schweren Symptomen, Aborten und in vielen Fällen sogar dem Tod. Der Virus vom Serotyp 3 wurde von Gnitzen, einer bestimmten Art von Stechmücken, übertragen und sorgte für massive Verluste in den Beständen.
Virus weiter auf dem Vormarsch
Nachdem in den Wintermonaten 2023/2024 nur wenige Fälle registriert wurden, kam es mit den steigenden Temperaturen im Sommer zu einer explosionsartigen Ausbreitung. Die Gefahr ist noch nicht gebannt: Da sich der Erreger inzwischen landesweit verbreitet hat und mit den wärmeren Temperaturen die Gnitzenaktivität zunimmt, ist mit einem weiteren Anstieg der Infektionen zu rechnen. Besonders ungeimpfte Tiere oder Jungtiere, die noch keinen Kontakt mit dem Virus hatten, gelten als stark gefährdet.
Impfempfehlung des Ministeriums
Um das Tierleid und wirtschaftliche Verluste möglichst gering zu halten, rät das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW dringend zur Impfung gegen BTV-3. Schaf- und Rinderhalter sollten sowohl die Grundimmunisierung als auch die Auffrischungsimpfungen ihrer Tiere bis Mai 2025 abschließen.
Quelle: Stadt Leverkusen
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