Illegal entsorgter Schrott: Umweltamt und Polizei ermitteln
Wie bereits berichtet, ermittelt die Polizei gemeinsam mit dem Fachbereich Umwelt in mehreren Fällen illegaler Abfallentsorgung im Stadtgebiet. Im Frühjahr wurden an insgesamt drei verschiedenen Orten Autoteile, Elektrogeräte, Altöl, Lacke sowie weitere Gefahrstoffe unerlaubt abgelagert.
Erstmals aktiv wurde der Fachbereich Umwelt am 24. März 2026 im Bereich der Olof-Palme-Straße. Dort waren diverse Autoteile und Glasscheiben illegal abgekippt worden. Nur einen Tag später, am 25. März 2026, ging ein weiterer Hinweis aus dem Bereich Bürriger Weg ein. Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) stellte dort eine größere Ablagerung unter anderem von Kfz-Schrott und Elektrogroßgeräten fest. Aufgrund der Gefährdungslage wurde umgehend die Polizei hinzugezogen. In diesem Zusammenhang wurde eine Strafanzeige nach § 326 Strafgesetzbuch (unerlaubter Umgang mit Abfällen) wegen des Verdachts der illegalen Entsorgung von Altöl und Kühlmitteln erstattet.
Ein dritter Fall wurde am 31. März 2026 am P&R-Parkplatz an der S-Bahn in Küppersteg bekannt. Auch hier wurden Abfälle widerrechtlich entsorgt, darunter rund 100 Liter Altöl in nicht verschlossenen Behältern. Auch in diesem Fall wurde Strafanzeige erstattet.
Als Reaktion auf die Vorfälle hat der Kommunale Ordnungsdienst seine Bestreifung im Bereich Bürrig in den Abendstunden – soweit personell möglich – verstärkt.
Der Fachbereich Umwelt weist darauf hin, dass illegale Abfallentsorgung nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz mit Bußgeldern von bis zu 100.000 Euro geahndet werden kann.
Oberbürgermeister Stefan Hebbel verurteilte die Vorfälle deutlich und bittet die Bevölkerung um Mithilfe bei der Aufklärung: „Solche rücksichtslosen und kriminellen Aktionen können wir nicht dulden. Es handelt sich hier um gefährliche Eingriffe in die Umwelt zum Schaden von Mensch und Natur. Privateigentümer und die Allgemeinheit bleiben im Zweifel auf den erheblichen Kosten für die Entsorgung sitzen. Ich bitte Sie daher: Wenn Sie Hinweise geben können oder etwas bemerkt haben – melden Sie sich bei der Polizei und helfen Sie dabei mit, die Verursacher zu finden und zur Rechenschaft zu ziehen.“
Die Polizei bittet Zeugen, sich unter der Telefonnummer 0221 229-0 oder per E-Mail an [email protected] beim Kriminalkommissariat 15 zu melden.
Quelle + Foto: Stadt Leverkusen, Bearbeitung anzeiger24.de: BL
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