Historische Blutbuche im Schlosspark Morsbroich bleibt liegendes Wahrzeichen
Der wohl älteste und bekannteste Baum Leverkusens steht nicht mehr, soviel ist sicher. Die mehrfach auf 250 Jahre geschätzte Blutbuche im erweiterten Schlosspark Morsbroich ist umgestürzt. Der massive Baum war seit Jahrzehnten ein prägendes Naturdenkmal des Parks und ein bedeutendes Stück Stadtgeschichte.
Bereits seit vielen Jahren war bekannt, dass der Stamm im Inneren stark geschädigt war. Aus Sicherheitsgründen hatte es deshalb schon früher Überlegungen gegeben, den Baum zu fällen. Konkret stand die Blutbuche Medienberichten zu Folge um das Jahr 2010 kurz vor der Entfernung. Damals wurde eine Fällung jedoch nach öffentlichem Widerstand und intensivem Engagement aus der Bürgerschaft verhindert. Der Baum durfte als Naturdenkmal stehen bleiben und prägte den Schlosspark geschützt hinter einem Zaum noch weitere Jahre.
Auch der umgestürzte Baum soll wohl nicht entfernt werden, das liegende Holz hat eine wichtige ökologische Funktion. Als Totholz bietet es Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten und bleibt damit Teil des natürlichen Kreislaufs im Park.
Mit dem Umsturz der Blutbuche verliert Leverkusen zwar ein markantes Wahrzeichen, zugleich bleibt der Baum in neuer Form ein sichtbares Zeichen für den Wert alter Bäume im städtischen Raum.
Bearbeitung anzeiger24.de: BL, Foto: P.S.
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