Grüne fordern mehr Tempo bei der Digitalisierung der Stadtverwaltung
02.10.2026Die Digitalisierung der Stadtverwaltung soll aus Sicht der Grünen Ratsfraktion in Leverkusen schneller vorankommen. Im Haupt- und Personalausschuss wurde am 28. September 2026 der aktuelle Stand der städtischen Digitalisierungsprojekte beraten. Eine regelmäßige politische Befassung mit dem Thema war zuvor von der Grünen Ratsfraktion angeregt worden.
Besonders im Blick hatte die Fraktion dabei die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG). Nach dem im Ausschuss vorgestellten Sachstand waren bei der Stadt inzwischen 44 OZG-Leistungen umgesetzt. Den Fortschritt stellt die Stadt mittlerweile auch öffentlich online dar. Die Grünen begrüßten dies als Beitrag zu mehr Transparenz darüber, welche Verwaltungsleistungen bereits digital verfügbar sind und wie die Umsetzung weiter voranschreitet.
„Digitalisierung darf nicht nur ein Thema für Berichte und einzelne Projekte sein. Entscheidend ist, was am Ende bei den Menschen ankommt. Der regelmäßige Blick auf den Digitalisierungsstand ist deshalb wichtig: Er macht Fortschritte sichtbar, zeigt aber auch, wo mehr Tempo notwendig ist“, erklärte Christoph Kühl, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen Ratsfraktion.
Aus Sicht der Fraktion sollte der Ausbau der digitalen Verwaltungsangebote nun konsequent fortgesetzt werden. Dabei komme es nicht allein auf die Anzahl der digital verfügbaren Leistungen an. Häufig genutzte Verwaltungsangebote müssten einfach zu finden, unkompliziert zu bedienen und möglichst vollständig digital abzuwickeln sein.
„Unsere Erwartung ist klar: Digitalisierung muss den Behördengang einfacher machen – und ihn im besten Fall ganz überflüssig machen. Wichtig sind durchgängige digitale Verfahren, die verständlich, verlässlich und unkompliziert funktionieren. Wir wollen weniger Bürokratie, schnellere Verfahren und digitale Angebote, die für Bürger*innen wirklich einen Mehrwert bringen“, erklärte Rupy David, Landtagskandidatin und sozialpolitische Sprecherin der Grünen Ratsfraktion.
Die Fraktion verwies zudem auf die knappen personellen und finanziellen Ressourcen der Stadt. Gerade deshalb könnten konsequent digitalisierte Verwaltungsabläufe aus ihrer Sicht eine wichtige Rolle spielen. Digitale Verfahren könnten den Service für Bürgerinnen und Bürger verbessern und zugleich Beschäftigte von unnötigen Arbeitsschritten entlasten.
Für die Grünen ist die öffentliche Darstellung des Digitalisierungsstands damit ein wichtiger Zwischenschritt. Entscheidend sei nun, dass aus den dokumentierten Fortschritten konkrete Verbesserungen im Alltag der Bürgerinnen und Bürger würden.
Quelle: Bündnis 90/Die Grünen Leverkusen, Symbolfoto: anzeiger24.de, Bearbeitung anzeiger24.de: BL
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