Gefährlicher Plagegeist in Leverkusen: Eichenprozessionsspinner breitet sich erneut aus

Stadtgrün warnt vor Kontakt mit den haarigen Raupen – Gesundheitsgefahr durch Brennhaare

Mit den steigenden Temperaturen kehrt auch ein ungebetener Frühlingsgast zurück: Der Eichenprozessionsspinner (EPS) breitet sich aktuell wieder in mehreren Bereichen des Stadtgebiets aus. Der Fachbereich Stadtgrün rechnet – wie bereits in den Vorjahren – mit einem vermehrten Auftreten der Raupenart, die nicht nur Eichenbäume befällt, sondern auch eine ernste Gefahr für die Gesundheit darstellen kann.

 

Nur Eichen sind betroffen – aber Menschen sind gefährdet

Der Eichenprozessionsspinner nistet sich ausschließlich auf Eichen ein. Auffällig sind die weißen, seidenartigen Gespinste, die die Raupen in Kronen, Astgabeln oder an Stämmen bilden. In typischer „Prozession“ wandern sie von diesen Nestern zu den Blättern, wo sie sich von der Baumkrone ernähren.

Gefährlich wird es allerdings nicht wegen der Fressschäden an den Bäumen, sondern wegen der sogenannten Brennhaare. Diese entwickeln sich ab der dritten Raupenhäutung – winzig klein, aber hochwirksam. Die Härchen enthalten ein Eiweißgift, das die Raupen vor Fressfeinden schützt, für den Menschen jedoch Reizungen der Haut, Schleimhäute und Atemwege auslösen kann.

Diese Brennhaare haften nicht nur an den Raupen, sondern auch an Gespinsten und Baumrinden. Durch den Wind können sie sich bis zu 200 Meter weit verbreiten – und das bis zu zwei Jahre lang.

 

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Was tun bei Kontakt?

Bei Symptomen wie Juckreiz, Hautrötungen oder Atembeschwerden sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Bürgerinnen und Bürger sollten betroffene Bereiche meiden und befallene Bäume zügig passieren, um das Risiko einer Exposition zu minimieren.

 

So geht die Stadt Leverkusen vor

Bäume im öffentlichen Raum, bei denen ein Befall festgestellt wurde, werden vom Fachbereich Stadtgrün mit einer Warnbanderole versehen: Allergiegefahr durch Eichenprozessionsspinner – Raupen und Nester nicht berühren. Besonders in sensiblen Bereichen wie Schulhöfen, Spielplätzen, Kindergärten oder auf Liegewiesen wird schnell gehandelt: Dort werden die Nester mit einem speziellen Asbestsauger von Fachfirmen entfernt. Zusätzlich kommt ein biologisch abbaubarer Kleber zum Einsatz, der sowohl die Raupen als auch ihre Brennhaare fixiert und somit die Gefahr eindämmt.

 

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Auch Privatleute sind in der Pflicht

Wird der Eichenprozessionsspinner auf einem Privatgrundstück entdeckt, ist der Eigentümer für die Entfernung zuständig – sofern eine Gefährdung der Allgemeinheit besteht. Hier empfiehlt es sich, auf spezialisierte Fachfirmen zurückzugreifen und nicht selbst Hand anzulegen.

 

Verwechslungsgefahr mit harmloser Art

Immer wieder wird der EPS mit der harmlosen Gespinstmotte verwechselt. Diese frisst zwar ganze Sträucher kahl und überzieht sie mit Netzen – stellt aber keine gesundheitliche Gefahr dar. Zudem befällt sie in der Regel keine Eichen.

 

Quelle/Foto: Stadt Leverkusen

 


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