Fünf Jahre Kommunales Integrationsmanagement in Leverkusen: 720 Menschen begleitet

Seit fünf Jahren unterstützt das Kommunale Integrationsmanagement (KIM) der Stadt Leverkusen zugewanderte Menschen bei ihrem Ankommen und ihrer Integration. Das Programm des Landes Nordrhein-Westfalen bündelt seit 2021 verschiedene Akteure, um Beratung, Behördenkontakte, Sprachförderung und Wege in Ausbildung und Arbeit besser miteinander zu verknüpfen.

  

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Leverkusen hatte sich bereits 2020 für die Teilnahme am Landesprogramm beworben. Seit Februar 2021 ist KIM beim Kommunalen Integrationszentrum der Stadt Leverkusen angesiedelt. Aktuell werden dort 13,5 Personalstellen sowie Sachkosten über das Programm gefördert. Beteiligt sind neben der Stadt auch die Wohlfahrtsverbände Arbeiterwohlfahrt (AWO), Caritasverband Leverkusen und Diakonisches Werk Leverkusen.

 

Ein Schwerpunkt ist das KIM-Casemanagement: Speziell geschulte Beraterinnen und Berater begleiten volljährige Zugewanderte individuell – etwa bei Fragen zu Sprache, Aufenthalt, Ausbildung oder Arbeit. Seit dem Start der Beratung im Jahr 2022 wurden insgesamt 720 Personen betreut. Die Zahl der laufenden Fälle steigt kontinuierlich: von 138 Ende 2023 über 224 Ende 2024 auf 334 Ende 2025. Die häufigsten Herkunftsländer der Ratsuchenden sind derzeit Ukraine, Irak und Syrien.

 

Sozialdezernent Alexander Lünenbach betont die Bedeutung der Zusammenarbeit mit den Wohlfahrtsverbänden: „Für uns war von Beginn an klar, dass wir das Kommunale Integrationsmanagement in Leverkusen nicht ausschließlich als Verwaltung umsetzen möchten, sondern in enger Zusammenarbeit mit den Wohlfahrtsverbänden. Die ohnehin vertrauensvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Verbänden konnte durch das Programm KIM weiter gestärkt werden.“ Durch die Kooperation könnten bestehende Erfahrungen und Strukturen genutzt werden.

 

Auch die Verbände sehen KIM als wichtige Ergänzung der bisherigen Beratungsangebote. Carsten Wellbrock, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege in Leverkusen und Stadt-Caritasdirektor, hebt besonders die Verzahnung mit Migrationsberatung für Erwachsene (MBE), Jugendmigrationsdiensten (JMD) und Flüchtlingsberatung hervor.

 

Neben der Einzelfallberatung entstanden weitere Angebote. Dazu gehört der Service-Point Integration in der Wiesdorfer City, der seit 2022 gemeinsam mit der JOB-Service Beschäftigungsförderung Leverkusen gGmbH (JSL) organisiert wird. Dort finden regelmäßige offene Sprechstunden des KIM-Casemanagements sowie weitere Beratungsangebote statt.

 

Seit Dezember 2024 gibt es zudem die Kommunale Test- und Meldestelle im Kommunalen Integrationszentrum. Dort führt das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) regelmäßig Einstufungstests für Integrationskurse durch und ermöglicht anschließend eine schnellere Kursvermittlung.

 

Auch die Integration in den Arbeitsmarkt soll künftig stärker in den Fokus rücken. Leverkusen beteiligt sich an der Landesinitiative „NRW.integrativ“, die im Rahmen von KIM den Zugang zu Ausbildung und Arbeit verbessern und zugleich Unternehmen bei der Fachkräftesicherung unterstützen soll.

 

Die Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums, Susann Peters, sieht KIM als langfristige Aufgabe: Integration und Teilhabe müssten dauerhaft gemeinsam gesteuert und weiterentwickelt werden.

 

Den ausführlichen Bericht der Stadt Leverkusen zum fünfjährigen Bestehen von KIM gibt es HIER

 

Quelle + Foto: Stadt Leverkusen, Bearbeitung anzeiger24.de: BL mit Hilfe von KI

BUZ: Gemeinsam für gelingende Integration (v.l.): Carsten Wellbrock (Caritas), Anika Overath (Diakonisches Werk), Ahmed Mohsin, Susann Peters, (Leiterin KI), Cansu Aslan (Casemanagerin KI), Olivia Müller (Vorständin AWO), Dezernent Alexander Lünenbach.

 

Weitere Nachrichten aus Leverkusen gibt es unter www.anzeiger24.de/leverkusen/news/

 


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