Fernwärme statt Gas: 600 Wohnungen in Alkenrath vor Umstellung

Ein Schritt zu weniger Emissionen und mehr Klimaschutz

In einem Teil des Leverkusener Stadtteils Alkenrath plant der Wohnungskonzern Vonovia, rund 600 Wohnungen künftig mit Fernwärme statt wie bisher mit Gas zu beheizen. Die Energie soll aus dem Fernwärmenetz der Energieversorgung Leverkusen (EVL) kommen.

 

Was genau passiert?

Zwei Wohngebiete – an der Elisabeth-von-Thadden-Straße und der Geschwister-Scholl-Straße – sollen an das bestehende Fernwärmenetz der Stadt angeschlossen werden. Die dafür nötige Übergabestation wird von der EVL errichtet. Das Projekt betrifft insgesamt rund 40 Gebäude.

 

Warum die Umstellung?

Durch die Nutzung von industrieller Abwärme anstelle von Erdgas will man den CO₂-Ausstoß um etwa 25 Prozent senken. Für die Fernwärme werden vorhandene Energiequellen genutzt, die sonst ungenutzt bleiben würden – etwa Wärme, die bei Industrieprozessen entsteht.

 

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Was bedeutet das für die Mieter?

Für die Bewohner der betroffenen Gebäude soll sich durch die Umstellung technisch wenig ändern – die Wärmeversorgung bleibt bestehen, wird aber künftig anders erzeugt. Langfristig könnten solche Umstellungen zur Stabilisierung oder Reduzierung der Heizkosten beitragen, sind aber zunächst mit Investitionen verbunden.

 

Ein Schritt in Richtung Klimaziele

Das Vorhaben ist Teil einer größeren Planung: Die Stadt Leverkusen will – wie gesetzlich vorgesehen – bis spätestens 2045 klimaneutral werden. Die EVL arbeitet derzeit an einem „Transformationsplan Wärmenetze“, um nach und nach weitere Wohngebiete umzustellen.

 

Fernwärme gilt als klimafreundlicher, wenn sie aus Abwärme oder erneuerbaren Energien gespeist wird. Sie ist in Städten bereits weit verbreitet, jedoch nicht überall verfügbar. Das Netz muss dafür nach und nach erweitert werden.

 

Quelle/Foto: EVL
Text: MS

 

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