Fähre Hitdorf-Langel: Oberbürgermeister werben gemeinsam für den Erhalt
Die Zukunft der Rheinfähre zwischen Hitdorf und Langel ist zwar noch offen, doch die beiden Stadtoberhäupter von Leverkusen und Köln haben sich nun deutlich für ihren Erhalt ausgesprochen. Bei einem gemeinsamen Ortstermin am Fähranleger betonten Leverkusens Oberbürgermeister Stefan Hebbel und Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester am Donnerstag, 11. Juni 2026, die Bedeutung der Verbindung für Mobilität, Wirtschaft und Lebensqualität in der Region.
Für beide Politiker war es der erste gemeinsame Termin an der Fähre seit ihrem Amtsantritt im September 2025. „Nun hat es also geklappt – wie gut und wie wichtig zugleich“, begrüßte Hebbel seinen Kölner Amtskollegen.
Der Besuch fand vor dem Hintergrund einer ungewissen Zukunft des Fährbetriebs statt. Die Gesellschafterstruktur der Rheinfähre Köln-Langel/Hitdorf GmbH steht derzeit auf dem Prüfstand. Neben der Stadt Leverkusen gehört bislang die Häfen und Güterverkehr Köln AG zu den Gesellschaftern. Das Unternehmen strebt jedoch einen Ausstieg an. Über dessen Verbleib oder Ausscheiden muss letztlich der Kölner Stadtrat entscheiden. Parallel dazu läuft eine Evaluierung des Fährbetriebs.
Vor der gemeinsamen Überfahrt von Hitdorf nach Langel machten beide Oberbürgermeister deutlich, dass sie die Fähre als wichtigen Bestandteil der regionalen Verkehrsinfrastruktur ansehen. Hebbel erinnerte an den erfolgreichen Erhalt der Verbindung im Jahr 2024 und bezeichnete sie als „wichtigen Baustein zur Querung des Rheins“. Die Fähre sei nicht nur für Unternehmen und Berufspendler von Bedeutung, sondern auch ein wichtiger Freizeitfaktor für die Region. Zugleich sei die Verbindung eine „interkommunale Aufgabe“ von Leverkusen und Köln.
Auch Burmester hob die Rolle der Fähren angesichts der Belastung und des Zustands vieler Rheinbrücken hervor. „Fähren haben für die Rheinquerung eine große Bedeutung“, sagte der Kölner Oberbürgermeister. Sie seien ein wichtiger Bestandteil der Mobilität – sowohl in den Innenstädten als auch in den Stadtteilen. Zudem müsse ihre Bedeutung für die regionale Wirtschaft bei künftigen Mobilitätsplanungen stärker berücksichtigt werden.
Mit Blick auf die lange Geschichte der Verbindung zwischen dem linksrheinischen Kölner Stadtteil Langel und dem rechtsrheinischen Leverkusener Stadtteil Hitdorf kündigte Burmester an, sich für den Erhalt der Fähre einzusetzen. Für Hebbel geht die Bedeutung der Verbindung dabei über reine Verkehrsfragen hinaus: „Die Fährverbindung ist ein Teil der Identität der Menschen, die hier leben.“
Quelle + Foto: Stadt Leverkusen, Bearbeitung anzeiger24.de: BL
BUZ: Zwei Oberbürgermeister, zwei Nachbarstädte, eine gemeinsame Fähre : Stefan Hebbel (r.) und Torsten Burmester beim Ortstermin mit Überfahrt
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