Ermittlungen nach Angriff auf Stadtmitarbeiter in Opladen
Nach einem mutmaßlichen Angriff auf einen Mitarbeiter der Technischen Betriebe Leverkusen (TBL) am Samstagmorgen, 20. Juni 2026, in Opladen ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung. Wie die Stadt Leverkusen mitteilt, habe der betroffene Straßenreiniger Anzeige erstattet, die Kriminalpolizei suche Zeugen.
Nach Angaben der Stadt ereignete sich der Vorfall am Samstag, 20. Juni 2026, gegen 7 Uhr in der Bahnhofsstraße in Opladen. Der Mann sei dort mit der morgendlichen Reinigung der Fußgängerzone beschäftigt gewesen, als er einen Knall vernommen habe. Unmittelbar danach habe er Schmerzen am Hinterkopf verspürt und dort Blut bemerkt.
Wie die Stadt weiter mitteilt, habe die Polizei noch am Samstagvormittag einen Durchsuchungsbeschluss gegen einen 38-jährigen Verdächtigen erwirkt. In dessen Wohnung seien unter anderem mehrere Softair-Waffen, eine Steinschleuder sowie unterschiedliche Munitionsarten sichergestellt worden.
Die TBL reagieren nach Angaben der Stadt auf den Vorfall mit Änderungen bei der Reinigung in dem Bereich. Bis auf weiteres werde die Bahnhofsstraße ausschließlich mit Kehrmaschinen gereinigt. Die manuelle Straßenreinigung sowie die Entleerung der öffentlichen Abfallbehälter würden zunächst pausieren.
Der Vorfall habe bei den TBL und Oberbürgermeister Stefan Hebbel große Bestürzung ausgelöst: „Gewalt gegen Mitarbeitende der Stadt Leverkusen, die täglich für das Gemeinwohl und die Sauberkeit unserer Stadt im Einsatz sind, ist in keiner Weise hinnehmbar!“, verurteilt Oberbürgermeister Stefan Hebbel den Vorfall aufs Schärfste. „Wir leben in einem Rechtsstaat. Konflikte, Unzufriedenheit oder Meinungsverschiedenheiten dürfen niemals mit Gewalt ausgetragen werden. Hier ist eine klare Grenze überschritten worden. Der Vorfall verdeutlicht in besorgniserregender Weise, welchen Anfeindungen Beschäftigte des öffentlichen Dienstes teilweise ausgesetzt sind. Beleidigungen, Bedrohungen und körperliche Übergriffe dürfen nicht als Begleiterscheinung der täglichen Arbeit hingenommen werden.“
Bericht: Stadt Leverkusen, Bearbeitung anzeiger24.de: BL
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