Ehemaliger Ratsherr über: „Schildbürgerstreich bei Glasfaserverlegung in der Quettinger Torstraße“
Friedrich Busch: „Baustelle ohne Absprache legt Busverkehr lahm“
Normalerweise klingen Pressemitteilungen zu solchen Arbeiten aus dem Leverkusener Rathaus nach eingespielter Routine: Baustellen sind in der Regel zwischen den Technischen Betrieben, der Wupsi, der Polizei und weiteren beteiligten Unternehmen abgestimmt, um ein reibungsloses Ineinandergreifen der Zahnräder zu bestätigen. Doch manchmal erzählt der Alltag auf der Straße eine ganz andere Geschichte, so wie wohl in der Quettinger Torstraße.
Der ehemalige Ratsherr Friedrich Busch schildert den Vorfall wie eine moderne Variante eines Schildbürgerstreichs. Mitten in Leverkusen-Quettingen, auf einer Strecke, die regelmäßig von der Wupsi-Linie 206 bedient wird, hätten Bauarbeiter im Zuge von Glasfaserarbeiten kurzerhand einen Leitungskanal quer durch die Fahrbahn gezogen. Und das offenbar ohne zu berücksichtigen, dass dort im 20-Minuten-Takt Busse verkehren.
Besonders irritierend: Eine Absperrung habe laut Busch komplett gefehlt. Weder Autos noch Busse konnten die Straße eigentlich passieren. Fahrgäste eines gerade eingetroffenen Busses seien dann unfreiwillig Zeugen der Situation geworden. Der erste Ansatz, ein vorsichtiges Vorbeifahren des Busses an bzw. über die Baustelle, wurde abgebrochen. „Die Lösung des Problems: Die Mitarbeiter der Baufirma schütteten den Graben wieder zu, so dass der Bus vorsichtig die „Gefahrenstelle“ passieren konnte. Für Busfahrer und Fahrgäste unerfreulich: Das ganze Prozedere hat eine 20-minütige Verspätung eingebracht“, so Friedrich Busch.
Erst nachdem der Busfahrer die Leitstelle informiert hatte, soll eine Umleitung eingerichtet worden sein, bei der dann die Haltestelle „Torstraße“ vorübergehend entfiel. Für Busch ist der Vorfall mehr als nur eine kuriose Episode. Er sieht darin ein Symptom für fehlende Abstimmung. Gerade beim sensiblen Thema Glasfaserausbau, das in Leverkusen ohnehin immer wieder für Unmut sorge, sei eine funktionierende Koordination zwischen ausführenden Firmen, den Technischen Betrieben, der Wupsi und der Stadtverwaltung entscheidend. In diesem Fall, so seine Einschätzung, habe genau diese Abstimmung offensichtlich nicht stattgefunden.
Quelle + Fotos: Friedrich Busch, Bearbeitung anzeiger24.de: BL
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