Dicker-Pulli-Tag: Aktiver Umweltschutz beginnt im Klassenzimmer
11.02.2026energieLux-Schulen setzen ein Zeichen für den Klimaschutz
Warm anziehen hieß es am 10. Februar 2026 an den Hitdorfer Grundschulen. Die Schülerinnen und Schüler der KGS St. Stephanus und der GGS Hans-Christian-Andersen kamen mit dicken Pullis in den Unterricht – denn im Klassenraum blieb es absichtlich etwas kühler. „Der Hausmeister hat die Heizung runtergedreht“, erklärt die siebenjährige Lana aus der 1a. „Das ist gut für die Umwelt, weil dann weniger CO₂ entsteht.“
Stadt Leverkusen könnte bis zu zehn Prozent Energiekosten einsparen
Die Aktion gehört zum „Dicken Pulli Tag“, den das NaturGut Ophoven für die Leverkusener energieLux-Schulen angeregt hat. Ziel ist es, Kinder bewusst mit dem Thema Energiesparen vertraut zu machen.
„Wir wollen zeigen, dass aktiver Umweltschutz schon im Klassenzimmer beginnen kann“, sagt Britta Demmer vom NaturGut Ophoven, die mit ihrem Team an diesem Tag alle Klassen besucht.
Klassenlehrerin Sandra Holtkötter findet die Idee gelungen. „Ich bin gespannt, wie viele Kilowattstunden wir heute einsparen können“, sagt sie. Schon eine Senkung der Raumtemperatur um nur ein Grad senkt den Energieverbrauch um rund sechs Prozent. „Natürlich macht ein einzelner Tag noch keinen großen Unterschied, aber die Kinder lernen, dass schon kleine Verhaltensänderungen viel bewirken können.“
Neben den beiden Hitdorfer Grundschulen beteiligen sich auch andere Einrichtungen am Dicken-Pulli-Tag, zum Beispiel die Lise-Meitner-Schule und die Kita am Quettinger Feld. Einige Schulen führen anschließend sogar eine Temperaturmesswoche durch. Dabei messen die Energiesprecher in jeder Klasse fünf Tage lang dreimal täglich die Temperatur. Der Hausmeister wertet am Ende die Tabellen aus. „So lassen sich zum Beispiel kaputte Heizungsventile schnell erkennen“, erklärt Demmer.
Die Stadt Leverkusen gibt jährlich rund 4,5 Millionen Euro für Strom und Wärme in Schulen und Kitas aus. Laut Demmer könnten davon bis zu zehn Prozent durch bewusstes Verhalten eingespart werden.
Quelle/Foto: Förderverein NaturGut Ophoven e.V.
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