CDU wollte mehr Wirtschaftlichkeit bei Sanierung, scheiterte aber im Rat
Der Stadtrat Leverkusen hat sich in seiner Sitzung am 19. Januar 2026 mit der geplanten Komplettsanierung des alten Bestandsgebäudes der Flüchtlingsunterkunft an der Sandstraße 65/67 in Opladen befasst. Dazu hatte sich auch bereits die SPD Fraktion geäußert. Wie die CDU nochmal untermalt, soll diese Maßnahme die zentrale Unterbringung von Geflüchteten sichern und perspektivisch andere, teurere Standorte im Stadtgebiet ablösen.
Grundsätzlich unterstützt die CDU-Fraktion die Sanierung des Gebäudes. Sie sieht darin die Möglichkeit, langfristig Betriebs-, Energie- und Verwaltungskosten zu senken. Zugleich verweist die Fraktion auf die angespannte Haushaltslage der Stadt und fordert eine wirtschaftliche Umsetzung der Investition. Die Christdemokraten haben im Rat dafür appelliert, eine „solche Investition kritisch, wirtschaftlich und mit Augenmaß zu begleiten, insbesondere vor dem Hintergrund der angespannten finanziellen Lage der Stadt Leverkusen“.
Vor dem Hintergrund rückläufiger Flüchtlingszahlen auf Bundes-, Landes- und NRW-Ebene hält die CDU zudem ein neues Gesamtkonzept für die Unterbringung für notwendig. Der Ansatz der Stadt, einen zentralen Standort auszubauen und andere Unterkünfte schrittweise zu schließen, werde von der Fraktion ausdrücklich begrüßt.
In der Ratssitzung beantragte die CDU, im Rahmen der Sanierungsplanung zusätzliche Sparpotenziale zu prüfen und die Planung zu optimieren. Dabei sollten nach Angaben der Fraktion weder Fördermittel gefährdet noch sicherheitsrelevante Standards abgesenkt werden. Ziel des Antrags sei gewesen, Wirtschaftlichkeit und Sicherheit miteinander zu verbinden.
Dieser Antrag fand jedoch keine Mehrheit im Stadtrat. CDU-Fraktionsvorsitzender Tim Feister kritisierte die Entscheidung: „Wir stehen zur Sanierung der Flüchtlingsunterkunft an der Sandstraße. Aber gerade in Zeiten knapper Kassen muss gelten: Wirtschaftlichkeit vor Maximalstandards. Unser Antrag zielte darauf ab, verantwortungsvoll mit Steuergeldern umzugehen, ohne Abstriche bei Sicherheit oder Fördermitteln zu machen. Dass eine solche Prüfung abgelehnt wurde, halte ich für bedenklich.“
Infos: CDU Leverkusen, Foto: M.W., Bearbeitung anzeiger24.de: BL
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