CDU-Politiker fordert endlich Lösung für alte Landwirtschaftsschule in Opladen

Seit Jahren steht die ehemalige Landwirtschaftsschule an der Düsseldorfer Straße leer – und ein Ende ist nicht in Sicht. Nun erhöht der Opladener CDU-Politiker Matthias Itzwerth den Druck auf die Stadtverwaltung und fordert konkrete Antworten auf Fragen zur Zukunft des Gebäudes.

 

Nach eigenen Angaben bemüht sich Itzwerth bereits seit langem um eine Lösung für den Leerstand. „Seit vielen Jahren versuche ich auf politischer Ebene, Lösungen für den Leerstand der ehemaligen Landwirtschaftsschule […] zu finden. Bislang immer vergebens“, erklärt er. Der Zustand sei für ihn nicht länger hinnehmbar: Seit rund einem Jahrzehnt unterhalte die Stadt ein ungenutztes Gebäude, beheize es und kümmere sich um die Außenanlagen – ohne erkennbare Perspektive.

  

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Vor Ort zeigt sich ein deutlich sichtbares Bild des Verfalls. Bauzäune, vernagelte Fenster und Maßnahmen gegen Vandalismus prägen das Gelände. „Dieser Zustand ist sehr unbefriedigend, ein städtischer Vermögenswert verfällt“, so Itzwerth. Der Anblick sei „jämmerlich“.

 

Bereits im Kommunalwahlkampf hatte sich der CDU-Politiker dafür ausgesprochen, das Gebäude zu veräußern. An dieser Position hält er fest. Eine Nutzung durch die Stadt selbst hält er für unrealistisch: „Eine sinnvolle Nutzung durch die Verwaltung selbst wird es nicht geben, zumindest ist ihr nichts in den letzten Jahren hierzu eingefallen.“ Auch die Idee, das Gebäude in ein geplantes „Historisches Zentrum am Frankenberg“ einzubinden, bewertet er kritisch. Angesichts der angespannten Haushaltslage sei ein solches Projekt „utopisch“ und auf absehbare Zeit nicht finanzierbar.

 

Um Bewegung in die festgefahrene Situation zu bringen, hat Itzwerth nun einen umfangreichen Fragenkatalog an die Verwaltung gerichtet. Darin fordert er unter anderem Auskunft darüber, ob es realistische Konzepte für eine städtische Nutzung gibt oder ob ein Verkauf erneut als Option im Haushaltssicherungskonzept berücksichtigt wird. Auch mögliche Kaufinteressen – sowohl von stadtnahen Gesellschaften als auch von privaten Investoren – sollen geprüft werden.

 

Ein weiterer Vorschlag des Politikers ist die Durchführung eines Interessenbekundungsverfahrens. Dieses könnte verschiedene Nutzungsideen sichtbar machen und Investoren anziehen. Gleichzeitig stellt Itzwerth die Frage, wie die Stadt bei einem möglichen Verkauf Einfluss auf die zukünftige Nutzung behalten kann – etwa durch vertragliche Regelungen.

 

Langfristig verfolgt er ein klares Ziel: „Mein Ziel ist es, in der aktuellen Wahlperiode mich nicht länger vertrösten zu lassen, sondern dieses fantastische Gebäude zu erhalten und wieder einer Nutzung zuzuführen.“ Dabei fordert er einen pragmatischen Ansatz: „Realität vor Fantasie.“

 

Nun liegt der Ball bei der Stadtverwaltung. Die Antworten auf den Fragenkatalog könnten entscheidend dafür sein, ob sich für die ehemalige Landwirtschaftsschule in Opladen nach Jahren des Stillstands endlich eine Perspektive abzeichnet.

 

Quelle + Foto: CDU-Politiker Matthias Itzwerth, Bearbeitung anzeiger24.de: BL

 

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