CDU-Landtagsabgeordnete Rüdiger Scholz erinnert an das letzte Opfer an der Berliner Mauer

Vor siebenunddreißig Jahren starb Chris Gueffroy 

Der CDU-Landtagsabgeordnete Rüdiger Scholz erinnert an Chris Gueffroy, dem letzten Todesopfer an der Berliner Mauer. Er starb in der Nacht vom 5. auf den 6. Februar 1989.

 

„Chris Gueffroy war das letzte Todesopfer an der Berliner Mauer. Zum Zeitpunkt seines Todes war er gerade einmal 20 Jahre alt. Sein ganzes Leben lag noch vor ihm, als er Opfer des menschenverachtenden DDR-Regimes wurde.

 

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In der Nacht vom 5. auf den 6. Februar 1989 versuchte er zusammen mit einem Freund durch den Britzer Verbindungskanal von Treptow nach Neukölln zu flüchten. Vor dem Überwinden des letzten Metallgitterzauns wurden beide von DDR-Grenzsoldaten entdeckt und beschossen. Chris Gueffroy wurde von zwei Kugeln getroffen, von denen eine sein Herz traf. Er verstarb noch im Grenzstreifen. Sein Freund wurde schwer verletzt festgenommen. Er wurde im Mai 1989 wegen `versuchten ungesetzlichen Grenzübertritts im schweren Fall` zu drei Jahren Haft verurteilt. Die vier beteiligten Grenzsoldaten wurden mit dem Leistungsabzeichen der Grenztruppen und je 50 Mark Prämie ausgezeichnet.

 

Chris Gueffroy wollte nur in die Freiheit und musste dafür mit seinem Leben bezahlen. Sein 37. Todestag sollte für die Schulen in unserem Land Anlass sein, sich intensiver mit den Verbrechen des DDR-Regimes auseinanderzusetzen. Viel zu wenig wird dieses Kapitel der deutschen Geschichte im Unterricht behandelt. Wenn die DDR Thema ist, dann wird vielfach der Eindruck erweckt, dieser Staat sei eine `Wohlfühldiktatur` gewesen. Bei Klassenfahrten in die neuen Bundesländer und nach Berlin sollte ein Besuch der dortigen Gedenkstätten für die Opfer obligatorisch sein. Das NRW-Schulministerium fördert solche Fahrten zu Gedenkstätten.“

 

Bericht: Rüdiger Scholz, Symbolfoto: Bernd Scheumann from Pixabay, Bearbeitung anzeiger24.de: BL

 

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