CDU-Fraktion fordert Konzept für städtische Kunstwerke: Lagerkosten senken, Kunst wieder sichtbar machen
04.09.2026Die Leverkusener CDU-Fraktion fordert eine umfassende Bestandsaufnahme und ein verbindliches Konzept für den Umgang mit extern gelagerten städtischen Kunstwerken.
Hintergrund: Eine von der CDU-Fraktion angefragte Übersicht über die Kosten der externen Lagerung, in der unter anderem auch Lagerkosten für beschädigte und zerstörte Kunstwerke aufgeführt werden.
„Es kann nicht der Anspruch der Stadt sein, dauerhaft hohe Lagerkosten für Kunstwerke zu bezahlen, ohne gleichzeitig zu prüfen, welchen Zustand, welchen Wert und welche zukünftige Verwendung diese Objekte haben“, erklärt CDU-Fraktionsvorsitzender Tim Feister. „Wir wollen Transparenz schaffen und sicherstellen, dass mit dem städtischen Kunstbesitz verantwortungsvoll und wirtschaftlich umgegangen wird.“
Die CDU-Fraktion verlangt deshalb von der Verwaltung unter anderem eine Prüfung, ob bei zerstörten oder beschädigten Kunstwerken Versicherungsleistungen oder Regressansprüche gegenüber Dritten bestehen. Ebenso sollen die rechtlichen, vertraglichen und urheberrechtlichen Rahmenbedingungen der einzelnen Kunstwerke geklärt werden.
Darüber hinaus soll die Fachverwaltung den Zustand, die kunsthistorische Bedeutung sowie den materiellen und immateriellen Wert der eingelagerten Werke fachlich bewerten. Gleichzeitig fordert die CDU eine intensive Prüfung der vorhandenen städtischen Raumkapazitäten. Externe Lagerung müsse aus Sicht der Fraktion das letzte Mittel sein, wenn eine wirtschaftlichere Unterbringung in städtischen Räumlichkeiten möglich sei.
„Kunst lebt, wenn sie erlebt wird. Sie gehört nicht dauerhaft ins Depot, sondern sollte – sofern Zustand und rechtliche Rahmenbedingungen es zulassen – wieder sichtbar werden“, so Ratsherr Matthias Itzwerth. Die CDU fordert deshalb ein Konzept, wie intakte Kunstwerke wieder im öffentlichen Raum, in städtischen Gebäuden oder beispielsweise in Bildungseinrichtungen präsentiert werden können. Für beschädigte oder nicht mehr nutzbare Objekte sollen geordnete Verfahren für die weitere Verwendung entwickelt werden.
In diesem Zusammenhang soll auch geprüft werden, ob die bisherige Übersicht der kostenpflichtig eingelagerten Kunstwerke vollständig ist. Die CDU-Fraktion verweist dabei ausdrücklich auf das Glasfenster „Die Rose“ des Künstlers Paul Weigmann aus dem ehemaligen Bahnhofsgebäude Leverkusen-Mitte in Wiesdorf. Das Fenster wurde im April 2022 ausgebaut und bei einer Fachfirma kostenfrei eingelagert, ist jedoch nicht in der vorliegenden Übersicht enthalten. Auch dieses Kunstwerk soll in die weiteren Überlegungen einbezogen werden.
„Die Kunst soll zu den Menschen kommen“, betont Ratsherr Ulrich Vienken. „Unser Ziel ist ein verantwortungsvoller Umgang mit dem städtischen Kunstbesitz: Wir wollen unnötige laufende Kosten vermeiden, rechtliche Fragen sauber klären und gleichzeitig dafür sorgen, dass geeignete Kunstwerke wieder Teil des öffentlichen Lebens in Leverkusen werden.“
Quelle: CDU Leverkusen, Symbolfoto: anzeiger24.de, Bearbeitung anzeiger24.de: BL
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