Bahnhof Leverkusen-Manfort: SPD kritisiert fehlende Barrierefreiheit bei Sanierung
Die SPD in Leverkusen hat die aus ihrer Sicht unzureichende Berücksichtigung der Barrierefreiheit bei den laufenden Sanierungsarbeiten am Bahnhof Leverkusen-Manfort kritisiert. Nach Angaben der Partei wird die geplante Rampe zum Mittelbahnsteig vorerst nicht umgesetzt. „Trotz fortlaufender Sanierungsarbeiten wird die Rampe zur Erreichbarkeit für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen und für Familien mit Kinderwagen nicht umgesetzt, laut Pressebericht aufgrund des Zustands der Unterführung“, beschreibt der Manforter SPD-Ratsherr und Landtagskandidat Jonas Berghaus.
Berghaus kritisierte die aus seiner Sicht mangelhafte Planung der Maßnahme und erklärte: „Barrierefreiheit ist kein Luxus, sondern Grundrecht! Wer einen Bahnhof saniert, muss ihn so gestalten, dass alle Bürgerinnen und Bürger ihn gleichberechtigt nutzen können. Was nutzt es mobilitätseingeschränkten Reisenden, wenn sie den Zug nun endlich ohne Stufen verlassen, dann aber nicht gefahrlos den Bahnsteig verlassen können? Es kann nicht angehen, dass ein so eklatanter Mangel erst in der Baudurchführung festgestellt wird - das hätte im Zuge der Voruntersuchungen auffallen und berücksichtigt werden müssen!“
Wie Radio Leverkusen berichtet, will die Deutsche Bahn Alternativen prüfen. Als Übergangslösung bietet die Deutsche Bahn nach Angaben von Radio Leverkusen einen kostenlosen Taxi-Service für Reisende mit Mobilitätseinschränkungen an. Betroffene Fahrgäste werden demnach zum nächstgelegenen barrierefreien Bahnhof in Leverkusen-Opladen gebracht. Die laufende Modernisierung des Bahnhofs Leverkusen-Manfort wird derweil fortgesetzt. Wann eine dauerhafte barrierefreie Erschließung des Mittelbahnsteigs umgesetzt werden kann, ist bislang noch nicht bekannt.
Nach Darstellung der SPD müsse die Deutsche Bahn nun transparent über die weiteren Schritte informieren. Zudem fordert die Partei eine verbindliche Lösung für die barrierefreie Erschließung des Bahnhofs. Berghaus erklärte dazu: "Sollte es tatsächlich nötig sein, die Unterführung neu zu bauen, hätte dies jetzt im Zuge der aktuellen Sanierung und Streckensperrung geschehen müssen. Wir wissen alle, wie lange es dauert, bis solche umfangreichen Projekte geplant, genehmigt und umgesetzt werden. Das ist ein Schlag ins Gesicht aller, denen noch letztes Jahr angekündigt wurde, dass der Bahnhof bald endlich barrierefrei ist. Bis dahin sollte die DB zumindest eine temporäre Lösung finden, die mit geringerem Aufwand gebaut und später wieder zurückgebaut werden kann."
Quelle: SPD Leverkusen + Radio Leverkusen, Symbolfoto: AK, Bearbeitung anzeiger24.de: BL
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