Absage aus Berlin: Hallenbad Bergisch Neukirchen geht erneut leer aus
Das Hallenbad Bergisch Neukirchen wird erneut nicht mit Bundesmitteln gefördert. Das hat die Stadt Leverkusen am Mittwoch, 23. September 2026, aus dem Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages erfahren. Damit bleibt der dringend benötigte Ersatzneubau bereits beim Bundesförderprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten – Schwimmbäder“ erneut unberücksichtigt.
„Für Leverkusen ist diese Entscheidung ein herber Rückschlag“, macht Oberbürgermeister Stefan Hebbel deutlich. „Wir hatten auf eine positive Entscheidung und die notwendige Unterstützung des Bundes gehofft. Leverkusen befindet sich in einer finanziell außerordentlich schwierigen Lage und ist dringend auf Unterstützung von Land und Bund angewiesen. Umso zermürbender ist es, wenn trotz des klaren Bedarfs und der wiederholten Antragstellung die dringend benötigte Unterstützung ausbleibt.“
Auch Stadtdirektor Marc Adomat betont die Bedeutung des Bades: „Das Hallenbad in Bergisch Neukirchen ist für Leverkusen weit mehr als ein Freizeitangebot. Es ist ein wichtiger Bestandteil unserer kommunalen Infrastruktur und unverzichtbar für das Schulschwimmen sowie die Arbeit unserer Vereine. Das Hallenbad leistet einen wichtigen Beitrag zu Bildung, Gesundheit und gesellschaftlichem Zusammenhalt in unserer Stadt.“
Trotz der erneuten Absage will die Stadt an ihren Plänen festhalten. Die Leverkusener Bundestagsabgeordneten Karl Lauterbach (SPD) und Nyke Slawik (Bündnis 90/Die Grünen) wollen die weiteren Bemühungen um eine Förderung unterstützen. Für Anfang 2027 hat die Bundesregierung eine erneute Ausschüttung angekündigt. Dann soll das Projekt erneut ins Rennen gehen.
Neubau statt Sanierung
Das Hallenbad in Bergisch Neukirchen stammt aus dem Jahr 1973 und weist erheblichen Sanierungsbedarf auf. Nach den aktuellen Erkenntnissen ist eine wirtschaftlich vertretbare Sanierung nicht mehr möglich. Deshalb hat die Stadt eine Machbarkeitsstudie für einen Ersatzneubau erstellen lassen.
Geplant ist ein modernes Hallenbad, das vor allem dem Schul- und Vereinsschwimmen dienen und heutigen technischen und baulichen Anforderungen entsprechen soll.
Die Kosten für den Ersatzneubau werden derzeit auf rund 19 Millionen Euro einschließlich Mehrwertsteuer geschätzt. Die Stadt hatte beim Bund eine Förderung von bis zu 8 Millionen Euro beantragt. Der verbleibende kommunale Eigenanteil von mindestens 11 Millionen Euro soll nach aktuellem Planungsstand aus Mitteln des Infrastrukturgesetzes NRW finanziert werden.
Quelle: Stadt Leverkusen, KI generiertes Bild, Bearbeitung anzeiger24.de: BL
Weitere Nachrichten aus Leverkusen gibt es unter www.anzeiger24.de/leverkusen/news/
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