Abriss der alten B8-Stahlbrücke verzögert sich. Sperrung ist möglich
Die geplante Demontage der alten Stahlbrücke über die B8 in Höhe der Musikschule in Wiesdorf verzögert sich weiter, hat RP online akutell berichtet. Der Grund ist die angespannte Haushaltslage der Stadt Leverkusen. Wegen einer anhaltenden Haushaltssperre können notwendige Arbeiten derzeit nicht ausgeschrieben werden, heißt es in dem Bericht.
Bereits im Spätherbst 2024 hatte die Bezirksvertretung I beschlossen, das Bauwerk aus den 1960er Jahren im Laufe des Jahres 2025 abzureißen. Seit dem Bau des barrierefreien Übergangs an der Kreuzung B8/Carl-Duisberg-Straße/Manforter Straße wird die Strecke deutlich seltener genutzt. Ihre ursprüngliche Funktion als Querung für Fußgänger und Radfahrer ist damit weitgehend verloren gegangen.
Trotz des politischen Beschlusses steht die grün gestrichene Konstruktion weiterhin an Ort und Stelle. An der grundsätzlichen Entscheidung für den Abriss hat sich jedoch weder in der Politik noch in der Verwaltung etwas geändert. Ausschlaggebend für die Verzögerung ist ausschließlich die finanzielle Situation der Stadt.
Zugleich sehen die Verantwortlichen davon ab, zusätzliche Mittel in die Instandhaltung der Brücke zu investieren. Bereits im November 2024 wurden für den Abriss 143.000 Euro bekannt gegeben, eine Sanierung wurde mit mindestens 250.000 Euro angegeben, für eine Verlängerung der Restnutzungsdauer von maximal 20 Jahren. Angesichts ihrer geringen verkehrlichen Bedeutung und des ohnehin geplanten Abrisses erscheint dies nicht sinnvoll.
Sollte sich der Zustand des Bauwerks weiter verschlechtern und die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet sein, könnte die Brücke kurzfristig gesperrt werden.
Infos: u.a. RP Online, Foto: MW, Bearbeitung anzeiger24.de: BL
Weitere Nachrichten aus Leverkusen gibt es unter www.anzeiger24.de/leverkusen/news/
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