40 Stunden Ausnahmezustand:

Krisenstab der Stadt Leverkusen beendet Einsatz nach intensiver Hitzelage

Nach rund 40 Stunden intensiver Koordinierung hat der Krisenstab der Stadt Leverkusen seinen Einsatz beendet. Die akute Lage sei bewältigt, die Arbeit des Krisenstabs konnte am Montagmorgen (29. Juni 2026) um 9 Uhr abgeschlossen werden. Während des gesamten Einsatzes wurden Maßnahmen eng abgestimmt und beteiligte Stellen koordiniert.

 

Im Zeitraum der Einsatzlage kam es zu einer hohen Belastung der Einsatzkräfte: Insgesamt wurden hunderte rettungsdienstliche und feuerwehrtechnische Einsätze abgearbeitet. Die Stadt fasst die Lage wie folgt zusammen: „In der Einsatzlage – von Mittwochmorgen, 24. Juni 2026 (7.30 Uhr) bis Montagmorgen, 29. Juni (7.30 Uhr) – wurden insgesamt 578 rettungsdienstliche Einsätze und 36 Krankentransporte abgearbeitet. Darüber hinaus gab es 81 Feuerwehreinsätze (Brand- und Technische Hilfeleistung). Die anhaltend hohen Temperaturen haben die Bevölkerung in Leverkusen erheblich belastet. Der Stadt Leverkusen sind derzeit 19 Todesfälle bekannt, die möglicherweise im Zusammenhang mit der aktuellen Hitzewelle stehen. Ob und in welchem Umfang ein ursächlicher Zusammenhang mit der aktuellen Hitzewelle besteht, wird derzeit medizinisch beurteilt“, beschreibt die Stadtverwaltung.

 

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Die Behörde betont zugleich, dass die Prüfung von Todesfällen nach einem festen Verfahren erfolgt und mögliche Hitzebezüge gesondert mitbetrachtet werden. Die medizinische Bewertung erfolgt dabei im Rahmen des regulären Melde- und Prüfprozesses, einschließlich Rückfragen an behandelnde Ärztinnen und Ärzte oder Krankenhäuser, sofern Unklarheiten bestehen.

 

Auch ein möglicher Zusammenhang mit der Hitzewelle wird dabei statistisch und medizinisch eingeordnet. Die Daten fließen in das interne Hitzemonitoring sowie in die Weitergabe an das Landesamt für Statistik IT NRW ein.

 

Gesundheitsdezernent und Krisenstabsleiter Alexander Lünenbach zieht ein Fazit und kündigt Konsequenzen für die Vorsorge an: „Die Erfahrungen aus den vergangenen Tagen werden wir sorgfältig auswerten und unsere Vorsorgemaßnahmen weiterentwickeln“, erläutert Gesundheitsdezernent und Krisenstabsleiter, Alexander Lünenbach. „Dazu gehören unter anderem die Ausweitung von kühlen Orten, das Hitzetelefon sowie vorbereitete Ausweichmöglichkeiten für mögliche hitzebedingte Evakuierungen. Entscheidend bleibt zudem die gegenseitige Rücksichtnahme: Nachbarschaftliche Aufmerksamkeit und das Achten auf ältere, kranke oder alleinlebende Menschen sind in solchen Situationen von großer Bedeutung.“

 

Zum Abschluss dankt die Stadt allen Beteiligten ausdrücklich für ihren Einsatz. Besonders hervorgehoben werden dabei neben städtischen Mitarbeitenden auch zahlreiche Partnerorganisationen und Hilfsdienste, die die Lage unterstützt haben.

Unter anderem werden die AVEA, die JOB Service Beschäftigungsförderung Leverkusen sowie die Bayer AG genannt. Ebenso geht ein Dank an den Malteser Hilfsdienst, das Deutsches Rotes Kreuz sowie die Freiwilligen Feuerwehren in Leverkusen.

 

Quelle: Stadt Leverkusen, Symbolfoto: PS, Bearbeitung anzeiger24.de: BL

  

 

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