Razzia bei der Telekom wegen Korruptionsverdachts beim Glasfaserausbau
21.04.2026Zehn Beschuldigten werden Bestechung, Untreue und Geldwäsche vorgeworfen
In den frühen Morgenstunden hat das Landeskriminalamt (LKA) NRW im Auftrag der Kölner Staatsanwaltschaft unter anderem Firmenräume der Telekom Technik GmbH in Bonn durchsucht. Das berichtet der Kölner Stadt-Anzeiger (Mittwoch-Ausgabe) aus Justizkreisen. Demnach gehe es um einen Korruptionskomplex bei der Tochterfirma der Deutschen Telekom AG.
Die Strafverfolger ermitteln gegen zehn Beschuldigte wegen des Verdachts der Bestechung im geschäftlichen Verkehr, der Untreue und der Geldwäsche. Bei dem mutmaßlichen Hauptakteur handelt es sich den Informationen der Zeitung zufolge um einen 37-jährigen hochrangigen Telekom-Beschäftigen, der für Auftragsvergaben im Bereich Glasfaserausbau zuständig ist. Er soll einem Duisburger Bauunternehmer lukrative Projekte des Bonner Konzerns zugeschanzt haben. Im Gegenzug soll der Telekom-Mitarbeiter jeweils drei Prozent der Auftragssumme erhalten haben.
Nach vorläufigen Erkenntnissen bekam er einen Betrag im mittleren sechsstelligen Bereich.
Das LKA nebst Spezialeinheiten und Steuerfahndern durchsuchten insgesamt 40 Privat- und Firmenräume in NRW sowie auch Bankschließfächer. Ferner wurden zahlreiche Datenträger und Mobiltelefone sichergestellt.
Ausgelöst wurden die Nachforschungen durch einen anonymen Hinweis an die Telekom Technik GmbH über Schmiergeldflüsse. Die Gesellschaft schaltete die Strafverfolger ein.
Seit Herbst 2025 ermittelten die Korruptionsermittler des LKA zunächst verdeckt, bis sich der Tatverdacht erhärtete und die Staatsanwaltschaft Köln entsprechende Durchsuchungsbeschlüsse erwirkte.
Quelle: KStA
Archivfoto: anzeiger24.de
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