Die Ausstellung vom 5. bis 19.11. in der Galerie QQArt steht unter dem Thema „Maschinenwelt“. Hier zeigen Künstler aus Baden-Württemberg ihre Interpretationen des Themas:

  •  Christoph von Haussen, Fotografie
  •  Rolf Linnemann, Fotografie
  •  Joachim Lehrer, Malerei
  •  Elena Romanzin, Malerei

Das Thema Technik wird in der Kunst oft nur am Rande behandelt, obwohl gerade die Industrialisierung unsere Welt in allen Bereichen verändert und prägt. Industrie wird zum Horizont der Moderne und schafft den Gegensatz zwischen den zwei Aspekten: dem musischkünstlerischen Gestalten auf der einen Seite und dem technisch-empirischen Schaffen auf der anderen.

Die Darstellung von Technik in der Kunst ist ein recht junges Genre. Erste Bilder stammen aus der Spätromantik: Karl Blechen „Walzwerk bei Eberswalde“; in der Hochzeit der Industrialisierung schafft Menzel sein berühmtes „Eisenwalzwerk“, ein „Gemälde, mit dem Menzel der deutschen Malerei ein völlig neues Stoffgebiet erschloss“ (G. Tolzien). Und es blieb ein wenig erschlossenes, im Futurismus der zwanziger Jahre noch etwas kultiviertes, in Faschismus und Kommunismus missbrauchtes Randgebiet. In der Gegenwart, im „main stream“ der letzten Jahrzehnte verweist das Kunstwerk auf sich selbst, reiht sich ein in die Dingwelt und wird selbst Teil der Realität. So ist es befreit davon abzubilden oder zu erzählen. Aus diesem Selbstverständnis heraus ist klar, warum eine Auseinandersetzung mit industriell geprägter Umwelt und Technik in diesen gegenwärtigen Kunstströmungen kaum stattfinden kann. Ausgenommen davon sind dem Realismus nahe stehende Kunstrichtungen, denen die hier vorzustellenden Künstler zuzuordnen sind.

"Da dieses Thema Mensch und Technik sehr aktuell ist und einen hohen Stellenwert einnimmt, ist es besonders interessant, eine Ausstellung zum Thema „Maschinenwelt“ zusammenzustellen, eine Ausstellung, in der Technik in je eigener Ausformung Symbolfunktion besitzt", sagt Helmut Stein vom QQTec. "Wir sind der Überzeugung, mit dieser Zusammenstellung einen abwechslungsreichen und interessanten Einblick in dieses wenig bearbeitete Gebiet der Kunst bieten zu können. Ein Exposé ist hier zu finden. Die Ausstellung ist eine Einladung an den Betrachter, in der visuellen Auseinandersetzung seine je eigene Interpretation zu finden, sich seinem Standort zu versichern – ein Ausstellungskonzept, das weit über optische Reize hinausreicht."

Die Ausstellung kann bis zum 19. November sonntags von 15 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung besichtigt werden.