Meisterfachbetrieb Doege im Gespräch mit anzeiger24.de

Schimmel-Problematik in der Region nimmt dramatisch zu

Hilden. Es ist ein Ergebnis, das sogar einen Spezialisten wie Armin Doege erschreckt. „Rund 40 Prozent der Häuser und Wohnungen in der Region haben Probleme mit Schimmel“, bestätigt der Malermeister und Kopf der Partnerschaft „Alles wird schön!“, die sich durch hohe Beratungskompetenz und der Realisierung von Wohnträumen einen exzellenten Ruf erworben hat. anzeiger24-Redakteur Frank Müller traf den Experten - den Maler Doege Hilden -  in dessen Beratungsstudio in der Villa Fuchsberg, wo er für seine Kunden über 300 Tapetenkollektionen und über 12.000 verschiedene Qualitäten und Varianten von Bodenbelägen ausstellt.

„Noch vor 15 Jahren war Schimmel während der Sommermonate kein Problem. Heute ist er es auch in der warmen Jahreszeit. Besonders in einer Vielzahl von Wohnungen und Häusern aus den 1960er, 1970er und 1980er Jahren.“ Der Grund dafür liegt nicht nur in falscher Dämmung, sondern sehr häufig auch in einer falschen Raumlüftung, die dem Klimawandel angepasst werden muss. „Aufgrund seiner evolutionären Entwicklung ist der Mensch an den Umgang mit Schimmelsporen gewohnt“, erläutert Armin Doege. „Wer im Wald spazieren geht, der hat Kontakt mit sehr vielen unterschiedlichen Sporen. Ein gesunder Mensch wird damit spielend fertig. Das Immunsystem ist darauf programmiert. In geschlossenen Räumen kann die Konzentration an Schimmelsporen aber bedenklich Ausmaße annehmen, die sehr gefährlich für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem werden kann. Um dem dann Herr zu werden, genügt es nicht nur mit einem Spray zu desinfizieren, sondern es muss unbedingt eine fachmännische Dekontamination durchgeführt werden. Meine Mitarbeiter sind genau darauf geschult.“

Vor der professionellen Beseitigung muss Armin Doege allerdings erst das Ausmaß des Schimmelbefalls und die Ursache feststellen. „Am Anfang setzen wir dafür ein Mikrowellen-Gerät ein, das in einem ersten Schritt an der Oberfläche die Feuchtigkeit in der Wand misst und in einem zweiten Schritt die Feuchtigkeit bis in eine Tiefe von 30 Zentimetern registriert. Mit zusätzlichen Ergebnissen von einem Datenlogger, der das Raumlüftungsverhalten auswertet, kann ich genau feststellen, ob der Schimmelbefall durch Nutzerverhalten oder auf gebäudespezifische Gründe zurückzuführen ist“, so der öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige.
Ist geklärt, ob das Problem aufgrund von Kondensation oder zum Beispiel durch undichte Rohre entstanden ist, wird das Team aus Spezialisten um Armin Doege aktiv. Besonders hinsichtlich der Beratung. Denn richtiges Belüften kann nicht nur vor Schimmelbefall schützen, sondern auch Heizkosten sparen. „Die Wechselrate des Luftaustauschs ist wichtig“, bestätigt Armin Doege. „Dabei gilt die Grundformel, dass die relative Luftfeuchtigkeit unter 50 Prozent liegen sollte und die Raumtemperatur bei 20 Grad. Dann gibt es in der Regel keine Probleme. Die Heizung darf deshalb in der Heizperiode nie ganz ausgestellt werden. Schimmelsporen gibt es immer und überall. Aber die Sporen brauchen einen Nährboden und Feuchtigkeit zum Gedeihen. Auf trockenen Wänden und mineralischem Untergrund haben sie keine Chance. Nur wenn auf einen Nährboden Feuchtigkeit trifft, ist eine Schimmelbildung fast unausweichlich, wie die ständig steigende Zahl von befallenen Häusern und Wohnungen belegt.“