Gespinstmotte: Auffällig, aber harmlos

09.06.2019

Nicht mit Eichenprozessionsspinner zui verwechseln

Aktuell sind im Stadtgebiet Hilden viele Sträucher und Bäume zu sehen, die von spinnennetzartigen Gespinsten überzogen sind. Die Stadtverwaltung erreichen immer wieder Meldungen von Bürgerinnen und Bürger, die befürchten, es könnten Nester des Eichenprozessionsspinners sein. „In den meisten Fällen handelt es sich aber um die Gespinstmotte“, beruhigt Elke Halm vom Tiefbau- und Grünflächenamt. „Deren Geflechte sind zwar auffällig, aber harmlos.“

Die Raupen der Motte bilden im Frühjahr Gespinste aus, die sie vor Fressfeinden und Witterungen schützen. Anschließend werden die Wirtspflanzen teilweise komplett kahl gefressen. Im Juni/Juli verpuppen sich die Raupen und fliegen später als weiße Falter mit schwarzen Punkten davon. Die Gespinste befinden sich an unterschiedlichen Gehölzarten, auch Obstbäume können betroffen sein. Für Menschen und Tiere sind diese Raupen vollkommen ungefährlich und auch die Gehölze tragen in der Regel keinen Schaden davon, da sie im Juni mit dem so genannten Johannistrieb erneut austreiben.

Anders verhält es sich mit den Nestern der Eichenprozessionsspinnerraupen. Diese sind ausschließlich an Eichen zu finden und sehr kompakt. Da die Haare der Eichenprozessionsspinner bei Kontakt allergische Reaktionen auslösen können, entfernt das Tiefbau- und Grünflächenamt Raupen und Nester mittels Absaugverfahren. „Diese Methode richtet sich ausschließlich gegen den Prozessionsspinner und ist damit am umweltverträglichsten“, erklärt Elke Halm.

Befallene Eichen können direkt bei ihr gemeldet werden: per E-Mail oder Telefon.

 

Quelle: Stadt Hilden