Corona Update: Haben wir die Wende geschafft?

16.06.2021

Ministerpräsident Laschet versprüht Optimismus, mahnt aber auch zur Vorsicht

Eine Inzidenz von 15,4 – wer hätte das zum Monatswechsel zum Juni für möglich gehalten?
Diesen Wert vermeldet das Robert-Koch-Institut am heutigen Mittwoch, 16. Juni, für den Kreis Mettmann.

Weitere Fallzahlen kann die Kreisverwaltung wegen der Umstellung auf das digitale Pandemie-Managementsystem SORMAS auch heute nicht mitteilen, 

 

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Nur so viel kann verlautbart werden: "36 Personen sind seit gestern genesen, in Quarantäne befinden sich aktuell 621 Personen. Verstorben ist eine 64-jährige Frau aus Velbert. 230.038 Personen sind einmal geimpft, 112.326 haben den vollen Impfschutz. Da die Kassenärztliche Vereinigung gestern keine Zahlen gemeldet hat, wurden nur die Impfungen im Impfzentrum hinzuaddiert", so die Pressemitteilung. Ab Donnerstag könnte es wieder aktuelle Zahlen geben.

 

Kreis Mettmann baut Digitalisierung aus

SORMAS soll landesweit die Kontaktverfolgung erleichtern und hätte eigentlich schon vor Monaten in den Behörden installiert werden sollen. Dieses System wäre in der Hochphase der Pandemie nützlicher gewesen. Nun ist sie aber endlich eingerichtet. Damit ist der Kreis für den Herbst und Winter gewappnet, falls es dann zu erneuten Ausbrüchen kommt.

 

Um die Kontaktnachverfolgung in der Gastronomie u.a. Gewerbe zu optimieren, hat der Kreis Mettmann außerdem IRIS connect in Betrieb genommen. „Dieses System macht die Daten aus zahlreichen Kontaktnachverfolgungs-Anwendungen für die Gesundheitsämter nutzbar. Gewerbe- oder Handeltreibende müssen sich dadurch nicht auf eine spezielle Lösung einstellen, sondern haben ‚freie Hand‘ in der Auswahl der für ihren Verantwortungsbereich passenden Kontaktverfolgungs-Lösung – empfehlenswert ist lediglich, dass die ausgewählte Lösung mit IRIS kompatibel ist. Ende Juni soll das System startbereit sein“, heißt es in einer Pressemitteilung.

 

NRW-Ministerpräsident Laschet: Grundrechtseingriffe schrittweise zurück nehmen

In seiner Regierungserklärung am heutigen Mittwochvormittag im Landtag versprühte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet Optimismus, warnte aber vor Übermut: Die landesweite Inzidenz liegt bei 14,4; diesen Wert gab es zuletzt im September 2020.

„Wir können nun neue Perspektiven eröffnen und Grundrechtseingriffe schrittweise zurück nehmen“, erklärte er. So werden am Freitag, 18. Juni, die Sonderbefugnisse des Landes zur Pandemiebekämpfung auslaufen.

 

Laschet sprach sich auch dafür aus, dass die Maskenpflicht im Außenbereich entfallen könne (in der Hildener Innenstadt soll das Maskentragen bis zum 20. Juni gelten). Im Innenbereich sei sie aber noch notwendig.

 

Ab September könnten wieder Großveranstaltungen möglich sein, also Volksfeste, Kirmes, Konzerte etc. Natürlich nur, wenn sich die Lage nicht wieder verschlechtert.

Das könnte vielen Veranstaltern aber noch zu schwammig sein; wegen der unsicheren Lage hat beispielsweise die Hildener Autohändlergemeinschaft (IGHA) bereits die Autoschau abgesagt. Oder in Urdenbach hat der Bürgerverein sein regional bekanntes Erntedankfest vorsorglich aus dem Terminkalender gestrichen.

 


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Laschet sieht die Chance, „Schritt für Schritt in die Normalität zurück zu kehren“.
Aber: „Es gibt keinen Anlass zum Übermut.“ Schließlich breite sich in Großbritannien die Delta-Variante aus, weshalb dort die geplanten Lockerungen erst einmal verschoben wurden.

 


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Haltet die Regeln ein.
Und seid auf der Hut!

……

 


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