Kurator Stefan Skowron, Karlernst und Hans-Jürgen Braun (Gewerbepark-Süd) sowie Monika Doerr (Kulturamt) und Dezernent Sönke Eichner (v.l.) würdigen Arnulf Rainer.

Arnulf Rainer zählt zu den bedeutendsten zeitgenössischen Künstlern Österreichs. Seine Spezialität ist die Kunst des Übermalens und der Überdeckung. Einen Querschnitt seines Schaffens zeigt der Kunstraum im Gewerbepark-Süd vom 19. Februar bis 26. März.

"Die Werke zeigen, wie viel Phantasie im immer gleichen stecken kann", erklärt Stefan Skowron, Kurator der exklusiven Ausstellung in Hilden. Denn der Vorgang bleibt immer gleich, das Ergebnis ist dafür "faszinierend different und vielschichtig" und entspricht "ästhetisch hochwertigen Ansprüchen".

Arnulf Rainer wurde 1929 in Baden bei Wien geboren, und ist noch immer täglich in seinem Atelier aktiv. Der Unermüdliche gilt er als Mitbegründer der informellen Malerei in seiner Heimat. Dem mehrfachen documenta-Teilnehmer richtete die Münchner Pinakothek der Moderne 2002 einen eigenen Raum ein. Das OEuvre des emeritierten Professors der Wiener Akademie der bildenden Künste weist neben Malerei, Foto- und Buchübermalungen und frühen Aktionen auch ein faszinierendes grafisches Werk aus. Eine besondere Auswahl aktueller Blätter wird daher neben einer Suite handübermalter Fotos Teil der Hildener Ausstellung sein.

Nach der Eröffnung am 19. Februar um 11 Uhr - mit einer Einführung von Stefan Skowron - kann die Ausstellung im Kunstraum Gewerbepark-Süd bis zum 26. März dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 16 Uhr besichtigt werden. Eintritt frei.

Der Kunstraum feiert mit dieser Werkschau nicht nur die Eröffnung des Ausstellungsjahres 2017, sondern auch 20-jähriges Bestehen. "Anfangs war der Raum als Büro oder Präsentationsfläche für unsere Mieter gedacht", erinnert sich Betreiber Karlernst Braun. "Doch dann sagte eine Künstler: 'Das ist ein toller Kunstraum'." Seit März 1997 haben die Brüder Karlernst und Hans-Jürgen Braun zahlreiche hochkarätige Retrospektiven gezeigt, zum Beispiel von Christo, Otto Piene oder Günther Uecker.

Bild Arnulf Rainer: Copyright Arnulf Rainer Museum; Fotograf: Christian Wind